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Osterlandgymnasium zeigt, wie es gemacht wird.

Aktiver, lebendiger Videoaustausch in Pandemiezeiten  

Wie soll der Sprachunterricht in schwierigen Zeiten ablaufen?

Diese Frage stellten sich die Russischlehrerin am Osterlandgymnasium, Elke Kolodzy, und Swetlana Gladkowa, Deutschlehrerin an der Schule mit erweitertem Deutschunterricht Nummer 53 in Rostov am Don. 
Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres haben beide Kolleginnen intensiv an Konzepten einer Fortführung der Schulpartnerschaft gearbeitet. Es war nicht immer leicht hier eine einheitliche Meinung zu finden, denn die sprachlichen und medialen Kompetenzen einer Zusammenarbeit waren unterschiedlich ausgeprägt. 
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Fotos von der Videokonferenz
Aus diesem Grund führte Frau Kolodzy im Mai und im Juni 2020 erste Videokonferenzen via Skype mit russischen Schülern durch. Hier ging es vor allem darum, sowohl authentische deutsche Sprache zu erleben, die Bildschirmtastatur mit den lateinischen Buchstaben einzuführen und sie in den DaF-Videokonferenzen zu nutzen. In der 3. Klasse wurde das Thema „Wie fühlst du dich – Körperteile“ präsentiert.  
Es war besonders lustig, weil Frau Kolodzy viele Bewegungen, Mimik und Gestik von den Kindern einforderte. So richtig sportlich wurde es dann bei den Aufforderungen, „Zeigt den linken Arm“, „Hebt das rechte Bein“... Im Hintergrund hörte man die Eltern lachen, weil die Drittklässler mit großem Enthusiasmus diesen Aufforderungen folgten.   
Swetlana Gladkowa bekundete den Wunsch, weitere Plattformen kennenzulernen und an der eigenen Entwicklung der Medienkompetenz zu arbeiten. Mit Beginn des Schuljahres 2020/21 wurde in der Unterrichtszeit vier Stunden lang an der Umsetzung und Vorbereitung der Präsentationen und Zusatzmaterialien gearbeitet. 
Mit dem ersten Thema „Leben in der Stadt und im Dorf“ des gemeinsamen DaF-Unterrichtes wurden sowohl die Stadt Gera als auch das Dorf der beiden Zwölftklässler*Innen vorgestellt, was natürlich auch viele landeskundliche Einblicke ermöglichte. Die russischen Kinder erfuhren ganz authentisch, wie und wo die deutschen Schüler*innen leben und wohnen. Besonders beeindruckten die mit einer Drohne aufgenommen Fotos. Weitere Themenbereiche kamen hinzu , wie  „Der Transport“, „Feiertage, Feste und Traditionen“,  „Mode - Jugendliches Outfit“ und „Die schönsten Erholungsorte unserer Region“.  
Elke Kolodzy und Svetlana Gladkowa sind fest davon überzeugt, dass dieses gemeinsame interaktive Dokument, welches Links, Übungen, Filme und Audios u. ä. einschließen soll, später die unterrichtliche Arbeit in der Fremdsprache bereichern wird.   
Swetlana Gladkowa, die nebenbei ebenfalls eine deutschsprachige Theatergruppe leitet, hat den Schüleraustausch für verschiedene regionale und überregionale Wettbewerbe dokumentiert. So konnte die Schule Nummer 53 in Rostow am Don unter die zehn besten Schulen im Schüleraustausch im landesweiten Wettbewerb des Goethe-Instituts Moskau kommen. Über die lebendige Schulpartnerschaft wird natürlich auch immer wieder in den Blogs beider Schulen, sowie im privaten Blog der Russischlehrerin berichtet.
Beide Kolleginnen sind hochmotiviert, auch in Corona Zeiten die Brücke der Freundschaft nicht zu unterbrechen, sondern intensiv an deren Festigung zu arbeiten und drücken damit natürlich auch die Hoffnung aus, sich vielleicht im kommenden Schuljahr wiederzusehen und Schüler*innen in der realen Welt mit Land und Leuten bekannt zu machen.
Elke Kolodzy, Russischlehrerin am Osterlandgymnasium in Gera

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