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Städtepartnerschaft mit Kaluga

Neue Perspektiven der Städtepartnerschaft diskutiert.

 

1969 wurden das russische Kaluga und die deutsche Stadt Suhl Partner

TV - Reportage vom 9. April 2019 >>>

Und bereits seit 50 Jahren gibt es freundschaftliche  Beziehungen zwischen Kaluga und Suhl. Und das Interessanteste ist, dass sie nicht nur auf der hohen Leitungsebene Freunde waren. 

Die herzlichen Beziehungen wurden von Gewerkschaften, Arbeitskollektiven und Jugendlichen unterstützt.

Bereits 1969 wurden zwei Städte Partner. Die sowjetischen Bauleute, die nach Suhl kamen fragten sich, warum es auf den deutschen Baustellen keine Wachen gab. Und die Gäste aus  Suhl waren von der Gastfreundschaft überwältigt.

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Auf einer Konferenz zu den Perspektiven der weiteren Zusammenarbeit diskutierten Vertreter aus Kaluga und Suhl über die Möglichkeiten neue Aufgabenfelder in der gemeinsamen Tätigkeit zu erschliessen. Im Ergebnis der Diskussion wurde eine neue Vereinbarung zwischen der Filiale der Akademie für Volkswirtschaft und den staatlichen Dienst Kaluga  und der Deutsch-Russischen Freunndschaftsgesellschaft in Thüringen für die kommende Zeit unterzeichnet.

In den Jahren vor 1989 verkehrten zwischen den Städten Freundschaftszüge, fanden Sportwettkämpfe statt und Arbeitsbrigaden tauschten Erfahrungen aus. Die Zusammenarbeit wurde auch in den Jahren danach fortgesetzt. Und  heute besteht wieder ein solches Vertrauen. Im vergangenen Herbst 2018 besuchte eine kalugaer Delegation Suhl, wo sie weitere Perspektiven für die Zusammenarbeit bei der Entwicklung des sozialen Bereichs diskutierten. Vieles wurde bereits auf den Weg gebracht. In den letzten drei Jahren wurde eine riesige ehrenamtliche gemeinsame Arbeit geleistet, um Menschen mit Behinderungen zu helfen.

 

Auch ein Schulaustauschprojekt ist jetzt geplant. Kinder aus Suhl werden im Frühjahr 2019 nach Kaluga kommen - auf sie wartet ein umfangreiches Programm, wie der Besuch von  Museen, Literaturabende und vieles mehr. Und junge Leute aus Kaluga werden im Herbst nach Suhl fahren.

Im Augenblick richtet sich die Aufmerksamkeit der Freundschaftsgesellschaft auf den Hospitationsaufenthalt von drei Studentinnen der Kalugaer Universität bei den Fraktionen von CDU, Linke und SPD des Thüringer Landtages, die Anfang bis Mitte Mai 2019 sich mit Erfahrungen bei der Umsetzung von freiheitlicher Demokratie und Bürgereinsatz vertrautmachen werden. Hautnah werden die jungen Gäste auch die Vorbereitung der Europa- und Kommunalwahlen miterleben.

Die Aussichten für eine Zusammenarbeit sind für die nächsten Jahre klar umrissen. Unmittelbar nach den Kindern wird die herzliche Beziehung unter den Erwachsenen weitergehen. Pläne für das Projekt zum Treffen von Arbeitskollektiven und zur Entwicklung zukünftiger Berufe. Eine Bürgerreise aus Suhl wird im September 2019 Moskau und Kaluga bereisen.

 

Im Verlaufe des diesjährigen Aufenthaltes von Mitgliedern der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft aus Thüringen besuchte die Delegation aus Suhl unter anderem das Wissenschaftszentrum Obninsk. Darüber wird im folgenden berichtet. 

 

Delegation aus Suhl besuchte Wissenschaftszentrum Obninsk >>>

 

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Am 8. April besuchte eine Delegation aus Suhl die Stadt Obninsk im Kalugaer Gebiet. 2019 feiert die Städtepartnerschaft  zwischen  Kaluga und Suhl ihr 50 jähriges Bestehen. 

Im Laufe der Jahre haben  die deutschen Partner wiederholt Obninsk, die erste Wissenschaftsstadt Russlands besucht.

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Im Haus der Wissenschaftler kam es zu einem Treffen der Delegation mit der staatlichen Verwaltung der Stadt Obninsk , die durch den stellvertretenden Leiter der Wirtschaftsförderung Gennadi Ananiev, die stellvertretende Leiterin für soziale Fragen, Tatyana Popova und die  Leiterin für Innovationsentwicklung, internationale Zusammenarbeit, Unterstützung und Entwicklung Valentina Zinchenko und andere vertreten waren. Auf  russischer Seite war auch der Direktor der Förderagentur für Innovation des Gebiets Kaluga Anatoly Sotnikov vertreten.

 

Gennadi Ananiev zeigte den Gästen eine  kleine Präsentation über die Stadt Obninsk, deren  Begleittext in deutscher Sprache verfasst war. Auch Tatyana Popova konnte in Deutsch frei mit den Gästen kommunizieren.

 

Gennadi Ananiev sprach über die wirtschaftliche, wissenschaftliche und innovative Entwicklung der Stadt und sagte, dass sie  daran interessiert seien, den Austausch von Erfahrungen mit ihren deutschen Kollegen im Programm „Smart City“zu führen.

 

Als Antwort betonte der Vorsitzende der Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft in Thüringen, der ehemalige Oberbürgermeister von Suhl Dr. Martin Kummer,  die Bedeutung einer langfristigen Zusammenarbeit beider Städte und bedankte sich bei der Verwaltung von Obninsk für den herzlichen Empfang.

 

Die russische und deutsche Seite erörterten Fragen der Partnerschaftsbeziehungen der Städte, im Rahmen des Programm „Ausbau der Zusammenarbeit der Länder der Östlichen Partnerschaft und Russland“, das vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik großzügig finanziell gefördert wird. Dr. Kummer übergab eine Einladung zur Städtepartnerschaftskonferenz in Düren, die Ende Juni 2019 stattfinden wird.

 

Während der Diskussion wurden eine Reihe von Vorschlägen im Bereich der Kultur angesprochen. So schlug Tatyana Popova der deutschen Seite vor, eine Konzertreise des Obninsker Kinderchores „Canzone“ in Suhl zu veranstalten. Bei den  deutschen Gästen fand dieser Vorschlag großen Widerhall, vor allem jetzt, da es Gespräche über einen Besuch eines  Chores aus Thüringen gibt. Ein Gegenbesuch des Obninsker Chores wäre  daher eine gute Fortsetzung der Zusammenarbeit.

 

Im Gegenzug bekundete Dr Martin Kummer die Absicht, dass Fotografen der Stadt Suhl Ende April Kaluga besuchen, um eine Fotoausstellung vorzubereiten. Laut Martin Kummer, könnte die Fotografen auch  Obninsk besuchen und die Fotos in ihre Ausstellung einbauen. Gennadi Ananiev und die weiteren Obninsker Kollegen waren begeistert von diesem Angebot, und sicherten den Machern der Ausstellung ihre volle Unterstützung zu.

Texte: Günter R. Guttsche aus verschiedenen Medienveröffentlichungen

Fotos: Dr. Kummer und Medien/Kaluga u. Obninsk

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