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Auch Russland gehört zu Europa – wie weiter?

Gabi Zimmer, die Chefin der Fraktion der Linken im Europaparlament, sprach auf einer Veranstaltung  am 03.04.2012 in Suhl, sehr aufschlussreich und informativ zum Thema „Auch Russland gehört zu Europa –.wie weiter?“

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Neben den Mitgliedern unserer Ortsgruppe kamen eine Reihe interessierter Bürger zu dieser öffentlichen Veranstaltung. Ohne Russland sind viele Probleme in Europa nicht zu lösen. Im Mittelpunkt steht  ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen. Gegenwärtig standen die Präsidentschaftswahlen im Mittelpunkt. Inhaltliche Fragen haben kaum eine Rolle gespielt. Die Mehrheit der Wähler wollte Putin. Mit der Herausbildung einer Mittelschicht sind neue Verhältnisse entstanden. Die Fraktion der Linken war in Moskau. Es wurde Gesprächen mit jungen Leuten und sozialen Bewegungen geführt. In der Diskussion konzentrierten sich die Fragen und Standpunkte auf die Europapolitik und die Rolle der Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken / Nordisch Grünen Linken deren Einflussmöglichkeiten doch gering sind.

Gehört Russland zu Europa? Diese Frage wird seit vielen Generationen, im Grunde seit Beginn der Neuzeit, leidenschaftlich diskutiert. Zu diesem Thema sind, vor allem in den beiden letzten Jahrhunderten, unzählige Abhandlungen erschienen. Dabei wird der Begriff "Europa" oft mit dem Westen gleichgesetzt und dadurch außerordentlich verkürzt. Die Tatsache, dass Europa auch einen Osten hat, wird durch diese Betrachtungsweise außer acht gelassen. So entsteht die paradoxe Situation, dass solche Schriftsteller wie Tolstoi, Dostojevski, Tchechov und Pasternak, solche Philosophen wie Vladimir Solovjev, Nikolai Berdjaev und Semjon Frank, Maler wie Kandinsky, Marc Chagall und Malevitsch, welche die europäische Kultur als solche außerordentlich bereichert haben, quasi aus dem gemeinsamen "europäischen Haus" verbannt werden. Und diese Verbannung müsste sich eigentlich auch auf unzählige westliche Künstler und Schriftsteller erstrecken, deren Werke entscheidend durch die russische Malerei, Musik oder Literatur inspiriert wurden, so z.B. auf Thomas Mann, der in einer seiner Novellen sogar von der "anbetungswürdigen ..., heiligen russischen Literatur" spricht.

Um so erstaunlicher waren die Prozesse, die sich auf dem Kontinent in den letzten anderthalb Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts anbahnten. Zwei Teile Europas, die siebzig Jahre lang voneinander getrennt gewesen waren, begannen zusammenzuwachsen. Ein Teil der russischen Eliten wurde nun von der Sehnsucht erfasst, nach Europa zurückzukehren. Und es wäre völlig verfehlt, diese Sehnsucht als "romantische Schwärmerei" abzutun, wie dies gelegentlich geschieht.

Die Euphorie der Jahre 1989-91 ist inzwischen verflogen. Isolationistische Kräfte sowohl im Westen als auch im Osten, die den europäischen Charakter Russlands in Frage stellen, nehmen an Stärke zu. Die russischen "Europäer", denen der Kontinent die friedliche Überwindung seiner jahrzehntelangen Kluft im wesentlichen verdankt, geraten in ihrer Auseinandersetzung mit den einheimischen "National-Patrioten" in die Defensive - dies ungeachtet der prowestlichen Wendung der Regierung Putin nach den apokalyptischen Terrorakten vom 11. September. Auf der anderen Seite haben die Umwälzungen von 1989-91 auf dem Gebiet der europäischen Integration eine solche Fülle von vollendeten Tatsachen geschaffen, dass eine erneute Trennung der beiden Teile des Kontinents immer unvorstellbarer wird. Es geht jetzt nur um die Vertiefung der bereits vorhandenen Verbindungen.

Eig.Ber.: Hubert Heiderich/Günter Guttsche
Fotos: H.Heiderich

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