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Achtung! Diskussionsveranstaltung im August 2022

Wir laden  ein zum Vortrag mit anschliessende Diskussion zum Thema:

.„Legende und Wahrheit der Geschichte der Ukraine.

Diskussion über das Putinsche Geschichtsbild"

 

Stefan Bollinger, Berlin Ukraine 23.08.2022

mit Stefan Bollinger, Berlin 

 

Am Dienstag, 23.August 2022, 15.00 Uhr

im Zentrum für Integration und Migration der Stadt Erfurt,

Rosa-Luxemburg-Strasse 50(rechts neben dem  Schulgebäude).

Eine Veranstaltung der Gruppe Erfurt der DRFG in Thüringen e.V. (Teilnehmerzahl begrenzt).
Nur Anmeldung über info@drfg-th.de (Teilnahme nach Eingang der Anmeldung!)
RLS TH  Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen

Den Flyer (zwei Seiten) für die Veranstaltung können Sie hier herunterladen >>>. 

Wir müssen reden!

In diesen Tagen erscheint im Berliner Verlag am Park von Stefan Bollinger das Buch

»Die Russen kommen! Wie umgehen mit dem Ukraine-Krieg? Über deutsche Hysterie und deren Ursachen«.

»Den Sieg der Ukraine«, »Sturz Putins«, der »Kampf bis zum Ende der russischen Aggression« – so oder so ähnlich tönt es aus den Medien, und gerade auch deutsche Politiker stimmen wortgewaltig und geschichtsvergessen in dieses Wolfsgeheul mit ein. Das Lernen aus der Geschichte hat selten funktioniert.
Da helfen weder Historienschinken in Gemäldegalerien, Blockbuster in den Kinos, eingängige Romane und das Fachwissen der Historiker sowieso nicht. Denn es dringen nur die Lektionen der Geschichte durch, die die Akteure an den Schalthebeln hören und lesen wollen. 

Der Vorwurf, der Moskau und Putin gemacht werden muss:

Sie haben jahrzehntelange mühevolle Arbeit kaputtgemacht, mit der insbesondere den Westdeutschen begreiflich gemacht worden war, dass die Osteuropäer Opfer eines Vernichtungskrieges und, widerwillig akzeptiert, die sowjetischen Völker sowohl Opfer der faschistisch-deutschen Aggression als auch Sieger über die Nazis waren. 
Moskau hat nicht vermocht, dies zu denken und für sein aktuelles Handeln überzeugende Argumente in die Welt zu senden. Das propagandistische Sperrfeuer half den Ewiggestrigen und Kalten Kriegern, ihre auch nicht in Jahrzehnten überwundenen Vorurteile zu bestätigen. Und das wiederum erlaubt es ihnen, die Frage so primitiv zu stellen, wie sie es eben tun:

In diesem Kampf gibt es nur ein Für oder ein Gegen den Westen.

Da schert es wenig, dass im Westen das Vertrauen in den ukrainischen Staat bisher gering war und noch immer ist. Und das aus berechtigten Gründen. 
Die Europäischen Union weiß sehr wohl, wie es um die Rechtsstaatlichkeit, um die Oligarchenwirtschaft und die Korruption und die anderen Kriterien, die sie an die Mitgliedschaft knüpft, in der Ukraine bestellt ist. 
Das hat sich am 24. Februar 2022 nicht geändert. 
Da ist es einfacher, russische Literatur und Filme zu verbannen und russische Künstlerinnen und Künstler, die im Westen, in Deutschland, arbeiten wollen, zum öffentlichen Kotau zu zwingen oder mit Bannfluch zu belegen.

Dr. phil.habil. Stefan Bollinger

Nach einem Studium der Philosophie, Politikwissenschaft und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin promovierte er 1983 über Fragen der sowjetischen Innenpolitik der frühen 1920er Jahre zum Dr. sc. phil. Seine Habilitation 1986 behandelte die Neuen Sozialen Bewegungen in der Bundesrepublik. Für ihn bedeutete das Ende der DDR einen Bruch in seiner dort begonnenen akademischen Karriere. Bollinger erhielt später aber Lehraufträge am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin zu Themen DDR und Wiedervereinigung.
Bollinger ist heute Mitglied der Historischen Kommission der Partei Die Linke und der Leibniz-Sozietät[1] sowie stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Helle Panke“ e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin[2].
Er lebt und arbeitet in Berlin.

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