Die 3.Spalte - Termine
Stand: 2023-11-14
Unsere Termine 2025
Monat Januar 2026
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Brücke der Freundschaft – auch in stürmischen Zeiten
„Druschba 2025" – Eine Reise der Freundschaft und des Gedenkens
Deutsch-russische Begegnung jenseits der Politik
Am Donnerstag, dem 23. Oktober, begeisterte Reinhard Kotte die Gäste im ZIM mit seinem packenden Reisebericht zur „Druschba 2025“. Die Reise führte vom 28. Juni bis zum 21. Juli eine Gruppe deutscher Teilnehmer durch die russischen Städte Kursk, Woronesch, Wolgograd, Rostow am Don und Belgorod.
Diese zivilgesellschaftliche Initiative, abseits der offiziellen Politik, setzte ein Zeichen für die Kontinuität der menschlichen Verbindungen zwischen Russen und Deutschen. Sie stand im Zeichen des 80. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg (1941-1945) und der Befreiung vom Nazismus. Die Route folgte historischen Schauplätzen, die wie kaum andere für die Brutalität und Wendepunkte dieses Krieges stehen. Im Mittelpunkt standen stets das Gedenken an die Millionen Opfer und der persönliche Austausch mit der lokalen Bevölkerung. So verwies der Redner darauf, dass dieser Krieg wegen seiner verbrecherischen Ziele, Kriegsführung und Ergebnisse allgemein als der „ungeheuerlichste Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungskrieg gilt, den die moderne Geschichte kennt".
Die Opferzahlen sind bekannt: Schätzungsweise kamen im 2. Weltkrieg über 75 Millionen Menschen ums Leben. Das entspricht etwa 3,5 Prozent der damaligen Weltbevölkerung. Ein Drittel der Toten waren Soldaten, zwei Drittel Zivilisten. Die Sowjetunion erlitt mit fast 28 Millionen Toten die größten Verluste, gefolgt von China (15 Mio.) und dem Deutschen Reich (8,7 Mio.).
Kotte schilderte zunächst die langwierige Vorbereitung dieses Unternehmens in Deutschland und die beschwerliche Anreise über Polen, Litauen und Lettland, die von sehr langen und intensiven Grenzkontrollen geprägt war.
Stationen der Reise waren Kursk und Belgorod: Hier besuchte die Gruppe Museen und Gedenkstätten im Schatten der Panzerschlacht von Kursk. Der Kontrast zwischen der friedlichen Landschaft von heute und den Bildern der historischen Tragödie beeindruckte die Teilnehmer nachhaltig.
Wolgograd (ehemals Stalingrad): Ein bewegender Höhepunkt war die Besichtigung der Gedenkstätte auf dem Mamai-Hügel. Die schiere Größe des Monuments und die Namen der Gefallenen machten das unvorstellbare Ausmaß der Verluste greifbar. Gespräche mit Historikern vertieften die Bedeutung dieser Schlacht für beide Seiten. Stalingrad wurde während der Schlacht fast vollständig zerstört.
Die Zivilbevölkerung wurde oft unter extremen Bedingungen, wie ständigem Beschuß, Hunger,und Krankheit aus der Stadt vertrieben oder musste in Kellern und Bunkern überleben.Nach neuesten Berechnungen wird die Gesamtzahl der zivilen Opfer auf mehrere Zehntausend oder sogar Hunderttausende geschätzt.
Woronesch und Rostow am Don: Kotte ging auch auf die Tatsache ein, dass im Jahr 1943 in Woronesch etwa 30.000 der 350.000 Einwohner starben, und die Stadt zu über 90 % zerstört und viele Zivilisten entweder getötet oder zur Zwangsarbeit verschleppt wurden. Die Kämpfe im Januar 1943 führten zur Befreiung der Stadt und zur Zerschlagung mehrerer deutscher und ungarischer Divisionen.Neben dem Gedenken standen hier Begegnungen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen und Kulturprojekten im Fokus. Die Reisenden gewannen Einblicke in das moderne Leben dieser pulsierenden Städte und traten in einen offenen Dialog mit den Menschen vor Ort.
Kotte betonte, dass gegenseitiges Verständnis und menschliche Bindungen nicht von der aktuellen politischen Lage abhängen sollten. In einer Zeit angespannter zwischenstaatlicher Beziehungen setzte die „Druschba 2025“-Reise bewusst auf die Kraft zivilgesellschaftlicher und zwischenmenschlicher Brücken.
Die historische Verantwortung Deutschlands und das Gedenken an die Opfer der Nazi-Tyrannei sind eine bleibende Verpflichtung. Diese endet nicht an den Grenzen der Tagespolitik, sondern verlangt nach beständiger Erinnerungsarbeit und dem Willen zur Versöhnung – gerade dann, wenn der offizielle Dialog schwierig ist.
Fazit und Ausblick
Die „Druschba 2025“-Reise war emotionale Erfahrung für alle Beteiligten. Sie zeigte, dass trotz politischer Differenzen auf menschlicher Ebene eine große Sehnsucht nach Austausch besteht. Die Gespräche mit Veteranen, Jugendlichen, Historikern und Bürgern waren von Respekt, Offenheit und einer gemeinsamen Ablehnung des Krieges geprägt.
Sie war eine Geste der Menschlichkeit und historischen Verantwortung und soll dazu beitragen, die Kommunikation aufrechtzuerhalten und weiter an einer Zukunft zu arbeiten, in der Konflikte durch Dialog und gemeinsames Erinnern überwunden werden.
Die Teilnehmer kehrten mit der festen Überzeugung nach Deutschland zurück, dass die Brücke der „Druschba“ – der Freundschaft – auch in stürmischen Zeiten tragfähig bleibt.
Natürlich durften spezielle Köstlichkeiten wie Piroggen, Pelmeny und echtes russisches Gebäck nicht fehlen. Sie wurden mit großem Appetit verspeist. Ein herzliches Dankeschön an Lilli Schäfer und ihre Helferinnen und Helfer, die diesen Abend für alle zu einem vollen Erfolg werden ließen.
Günter Guttsche
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