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Ausstellungen im Stadtmuseum Weimar eröffnet.

STADTGESCHICHTLICHE SONDERAUSSTELLUNGEN „200 JAHRE SPARKASSE IN MITTELTHÜRINGEN“ UND „WEIMAR UND RUSSLAND“
Vom 23.4. bis 1.8.2021 präsentiert das Stadtmuseum Weimar zwei Sonderausstellungen zur Stadtgeschichte und der Schlüsselfigur Maria Pawlowna. Die Ausstellungen wurden durch den russischen Generalkonsul der Russischen Föderation, Andrej Yurevich Dronov, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Mittelthüringen, Dieter Bauhaus, sowie Oberbürgermeister Peter Kleine am Donnerstag, 22.4.2021, erstmals den Medien vorgestellt.
Aufgrund der herausragenden Leistungen von Maria Pawlowna für die Sparkasse sowie für die Stadt Weimar widmet ihr das Stadtmuseum parallel hierzu die Ausstellung „Weimar und Russland“. Darin die vielfältigen, tiefen Verbindungen zwischen Weimar und der Heimat Maria Pawlownas gewürdigt.
Die bis in die Gegenwart nachwirkenden historischen Beziehungen zwischen Weimar und Russland haben in der Stadt zahlreiche Spuren hinterlassen. Mit diesen zwei Sonderausstellung wird auch die Kaiserliche Hoheit, Großfürstin von Russland und Großherzogin in Sachsen-Weimar-Eisenach Maria Pawlowna (1786 St. Petersburg-1862 Weimar) geehrt. 
„WEIMAR UND RUSSLAND“1 „WEIMAR UND RUSSLAND“2 Lupe
Fotos: Wikipedia
Maria Pawlowna heiratete 1804 Carl Friedrich, Erbherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach. So kam sie aus dem mächtigen und reichen Russland, vom weltstädtischen und blühenden St. Petersburg in das damals unter finanziellen Nöten leidende Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und die kleine, gleichwohl geistig und literarisch hoch entwickelte Stadt Weimar. 
Die Dynastie der Romanows, aus der Maria Pawlowna entstammte, gehörte zu den wohlhabendsten Familien Europas. Ihr reiche Mitgift verhalf dem verarmten und kulturell stagnierenden Weimarer Herzogtum nicht nur zu einem neuen Aufschwung von Musik, Theater, bildenden Künsten und Literatur, sondern schuf außerdem eine Grundlage für diverse soziale Reformen.
Maria Pawlowna berief Johann Nepomuk Hummel und Franz Liszt als Kapellmeister nach Weimar. Sie förderte Maler aus Weimar und Umgebung durch Aufträge und gezielte Akquisitionen von Gemälden.
Die Ausstellung dokumentiert mit ausgewählten Exponaten aus zwei Jahrhunderten, von der Zeit Maria Pawlownas bis zum Abzug der Sowjetarmee,  das intensive, spannungsreiche und schicksalhafte Verhältnis mit seinen Höhen und Tiefen.
Mit der Ankunft der Großfürstin Maria Pawlowna 1804 begann für Weimar sein „russisches Jahrhundert“, welches erst mit dem Tode des Großherzogs Carl Alexander 1901, mit der Aufgabe der orthodoxen Kirche im Haus der Frau von Stein nach 1907 oder spätestens mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 endete.
Die Verwandtschaft der Großfürstin mit dem Zarenhaus verhinderte bereits 1806 die Zerstörung Weimars durch Napoleon. 1813 verdankt Weimar seine erneute Rettung vor napoleonischen Soldaten hauptsächlich russischen Kosaken.
Starke Verbindungslinien zwischen Weimar und Russland dokumentieren auch Ausstellungsinhalte rund um das Bauhaus, das ehemalige KZ Buchenwald und die DDR-Zeit mit den prägenden russischen Garnisonen in und um Weimar.
Die geschichtsträchtige Kulturstadt an der Ilm bietet sich auch zukünftig gerade im Hinblick auf seine deutsch-russische Vergangenheit als Ort des Austauschs und der humanistischen Völkerverständigung in einem zusammenwachsenden Europa an. Die Ausstellungen kuratierte  Dr. Alf Rößner vom Stadtmuseum Weimar. Sie werden ab 8. Mai unter www.weimar-und-russland.de digital zu sehen sein.
Die Ortsgruppe Weimar freut sich besonders über das Versprechen vom OB Peter Kleine, eine Städtepartnerschaft mit einer Stadt in Russland auf den Weg zu bringen, mit dem Ziel, sich kulturell und wirtschaftlich auszutauschen. 

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