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Klänge aus Russland

 

Ein großartiges Konzert erlebten wir am 4. Juni 2018 an der Albert-Schweitzer-Schule, Weimar-West mit dem Weimarer Stadtorchester, Dirigent Matthias Böcking und den Schülern der Grundschule, unterstützt durch engagierte Lehrer. Dem begeisterten Publikum sangen und spielten sie Volkslieder in russischer und deutscher Sprache.

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Leider klappt es aktuell in der großen Politik nicht so gut. Das Verhältnis von Russland und Deutschland ist von einer Krise der gegenseitigen politischen Beziehungen geprägt.Oder besser gesagt von einer kommunikativen Struktur-Krise zwischen den Eliten. Dabei waren sich Russland und Deutschland im Laufe ihrer Geschichte über lange Zeiträume sehr nah und verbunden, insbesondere seit den Befreiungskriegen gegen Napoleon 1813/1814.

Traditionell eng waren auch die Verbindungen zwischen den deutschen Fürsten- und Königshäusern und den russischen Zaren. In Weimar war das Maria Pawlowna Romanowa, Großfürstin von Russland (1786 - 1859 ), durch Heirat Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach. Besondere Bedeutung erlangte die Großherzogin als Förderin der Künste am Weimarer Hof. In ihre Zeit begann auch die Industrialisierung des Kleinstaates. Und sie wurde als „Engel der Armen, Kranken und Waisen“ geliebt und verehrt. 

Und auch heute arbeiten tausende deutsche Ingenieure, Wissenschaftler, Kaufleute und hunderte Unternehmen erfolgreich in Russland, und viele hunderttausende russischsprachiger deutscher Staatsbürger sind Beispiele selbstverständlicher Integration. 
Dort wo Menschen würdige Lebensverhältnisse und Gerechtigkeit erfahren, kann sich Frieden langfristig entwickeln. Und ein friedliches Leben fordert eine zukunftsweisende Politik, die anerkennt, dass nachhaltige soziale, ökologische und wirtschaftliche Entwicklung und Frieden untrennbar verbunden sind. 

Zurück zur Musik, sie kennt keine Grenzen, weder ethnische noch musikalische, die Musik verbindet die Menschen und vermittelt Respekt gegenüber den unterschiedlichsten Kulturen.

Ein berühmtes Zitat, dass Johann Gottfried Seume zugeordnet wird sagt: Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.

 

Text und Fotos: Heidrun Sedlacik/Waltraud Teichmann

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