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"Legende"- wieder in Erfurt

Die Besucher erlebten in der Erfurter Martinikirche ein bewegendes Konzert. Deutsch-russische Sympathien eröffneten sich bei den Konzerten der stimmgewaltigen Damen des Ensembles „Legende“ aus Kaliningrad. Die Besucher hörten musikalische Werke der russisch-orthodoxen Kirche, russische und weißrussische Folklore und aus Achtung vor der Geschichte des Kaliningrader Gebietes, deutsche Lieder aus dem ehemaligen Ostpreußen.

Kant und andere ehemalige Geistesgrößen Königsbergs werden von der russischen Bevölkerung verehrt und die Vergangenheit mit ihrer Kultur wird nicht mehr verschwiegen.  Die Sympathien kamen beiderseitig von ganzem Herzen.

Uwe Pohlitz

 

 

 

Das Vokalensemble "Legende" wurde im Sommer 2004 gegründet. Es besteht aus jungen Studentinnen und Absolventinnen der Fachschule für Musik, die bereits Erfahrungen in verschiedenen Chören der Stadt Kaliningrad sammeln konnten.

Das Ensemble „Legende“ überzeugt durch seine Darbietungen auf hohem künstlerischen Niveau. Die Interpretation der vorgetragenen Musikstücke ist einzigartig. Die Schönheit der Stimmen, die flexible Dynamik und Tonfülle sowie die reine und ausdrucksvolle Intonation ziehen das Publikum in den Bann der Sängerinnen, die meist fünfstimmig singen.

Das Repertoire des Ensembles umfasst vor allem geistliche Lieder und Romanzen verschiedener Komponisten und Epochen. Ebenfalls liegt ein Schwerpunkt des Ensembles auf russischen ukrainischen und weißrussischen Volksliedern. Die Werke werden sowohl a capella als auch in Begleitung vorgetragen.

 

Das Ensemble gibt in Stadt und Gebiet Kaliningrad regelmäßig Konzerte. Jeden Sonntag treten die Sängerinnen im Königstor auf, das zum 750. Jubiläum der Stadt Kaliningrad/Königsberg restauriert wurde. Die Konzerte im Königstor erfreuen sich sowohl bei der einheimischen Bevölkerung als auch bei Touristen größter Beliebtheit. Seit 2005 gehen die Sängerinnen regelmäßig auf Konzertreisen, die sie nicht nur durch das Kaliningrader Gebiet führen sondern auch nach Polen (Warschau, Gdansk, Gdynia, Elbląg, Olsztyn, Ilava, Gezisko, Terespol, Mragowo, Malbork, Hojna, Stettin), Litauen (Nidda, Klaipeda, Vilkavischkis, Schilute, Kaunas, Vilnius), Deutschland (Berlin, Hamburg, Eckernförde, Gelting, Lippstadt, Anklam, Passau, Mettmann, Garbsen, Hannover, Langenhagen, Potsdam, Weimar, Gehren, Nordhausen, Arten, Saalfeld, Erfurt, Reinfeld, Kapeln, Bad Bramsted, Knesebeck, Scharnebeck, Ulsnis, Erzgebirge, Borken, Köln, Eihschtetten, Mϋnhen, Puderbach, Bonn, Muehlhausen, Bad Frankenhausen, Bad Mergentheim, Sömmerda), Schweiz (Illnau, Pfaeffikon, Bauma, ), Tschechien (Prag), Slowakei (Bratislava, Banska Bystriza) und Österreich (Wien, Salzburg, Ried, Kematten, Linz, Wels, Andorf, Weilbach). Das Ensemble findet immer Zeit, um in Seniorenstiften, Krankenhäusern und Schulen zu singen. Das Deutsche, Schwedische, Polnische und Litausche Konsulat helfen der Gruppe, Konzerte zu organisieren und Stücke für sein Repertoire zu finden.

 

Künstlerische Leiterin des Ensembles ist Ida Piskun, die sich nicht nur im Kaliningrader Gebiet einen Namen als Sängerin und Dirigentin gemacht hat.

Über 30 Jahre unterrichtete sie an Kindermusikschulen in Baltijsk, Klaipeda und Kaliningrad und war stellvertretende Leiterin der Kunstschule in Baltijsk. Am Anfang ihrer Konzerttätigkeit sang sie im Ensemble „Baltische Möven". Als Leiterin des Kinderchores in der Kunstschule nahm sie an Wettbewerben und Festivals in Kaliningrad und in Polen teil. Außerdem ist Ida Piskun eine gefragte Solistin, die mit dem Chor „Credo" auftritt, der kürzlich beim Palestrina Wettbewerb im Rom mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Sie nahm an vielen Konzerten in Russland und in Polen teil (Romanzen und Lieder verschiedener Epochen). Fünf Jahre sang sie im Ensemble „Lado" am Kaliningrader Dom.

Seit Mai 2004 ist sie Leiterin und Solistin (1. Sopran) des Frauenensembles „Legende".

www.legende.pz6.ru

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