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Der Triumph der Roten Armee in Stalingrad - Wendepunkt des Krieges

Das riesige Monument Mutter Heimat übersieht niemand in Wolgograd. Es erinnert an eines der schlimmsten Kapitel im Zweiten Weltkrieg.

Mamajew Hügel Rokossoschko Lupe

 

Die Niederlage der deutschen Wehrmacht vor Stalingrad ist ein historisches Ereignis des Zweiten Weltkrieges. Die Vernichtung der deutschen 6. Armee in Stalingrad Anfang 1943 gilt als Wendepunkt des im Juni 1941 vom Deutschen Reich begonnenen Überfalls auf die Sowjetunion. Sie ist mitnichten ein psychologischer Wendepunkt, sondern ist ein schlagender Beweis für das Scheitern der Blitzkriegspläne der deutschen Wehrmacht.

Vor 75 Jahren begann das schwere Gemetzel zwischen den einmarschierenden Wehrmachtstruppen und der Roten Armee. Hitler lehnte die Kapitulation trotz der aussichtslosen Lage der deutschen Soldaten ab. Als die Reste der deutschen 6. Armee am 2. Februar 1943 in den Ruinen von Stalingrad kapitulieren, endet das monatelange mörderische Ringen um die Stadt an der Wolga. Die deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten aber auch die Rote Armee zählen Hunderttausende Tote nach dem mit aller Brutalität geführten Häuserkampf.

Warum kämpften die sowjetischen Verteidiger unter derart schwierigen Bedingungen trotzdem so hart und so beharrlich?

Es ist in Mode gekommen, den heldenhaften Kampf der sowjetischen Verteidiger von Stalingrad herunterzuspielen. In der ARD Tagesschau verstieg sich der Potsdamer Jung-Historiker Sönke Neitzel zu folgender Bewertung: Deutschland habe die Geschichte des Nationalsozialismus vorbildlich aufgearbeitet, Russland dagegen bediene sich der Geschichte „wie an einem Wühltisch“, so der Nachwuchs-Historiker. Putin suche sich einfach einen „symbolisch aufgeladenen Ort“ aus, um das Land um den Präsidenten zu einen.

Es stößt bitter auf, dass in den Tagesschau-Beiträgen vom 2. Februar die Worte „deutscher Angriff“ und „Vernichtungskrieg“ fehlen. Dafür wird reichlich Gebrauch gemacht von den Worten „Schlacht“ und „Hitlers Niederlage“.

Entscheidend über den Sieg der Sowjetarmee in Stalingrad war vielmehr, dass den Soldaten der Roten Armee politisch und psychologisch klar war, dass sie das Vaterland um jeden Preis gegen einen mörderischen Feind zu verteidigen hatten. Die Soldaten wussten, dass der deutsche Überfall auf die Sowjetunion kein gewöhnlicher Krieg war, sondern dass die Nazis vielmehr einen rassistischen Ausrottungs- und Vernichtungskrieg führten.

In den Jahren 1941 und 1942 waren durch die Hand der Deutschen Abermillionen von Sowjetbürgern getötet worden, darunter eine Million sowjetischer Juden, die von der SS und anderen Verbänden exekutiert worden waren –, und zwei Millionen sowjetische Kriegsgefangene, die in deutscher Gefangenschaft an Misshandlungen starben. Bis zum Ende des Krieges stieg die Zahl der sowjetischen Opfer auf etwa 27 Millionen Menschen. All das bleibt in den Berichten über dieses Datum geflissentlich unerwähnt.

Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, dass nicht einmal die Bundesregierung mit einem offiziellen Vertreter an der Gedenkfeier in Rossoschko teilnahm. Reportagen dieser Art wurden vor zehn Jahren noch in der Tagesschau gesendet. Nun ist es der russische Staatssender RT, der dafür sorgt, dass die fehlende Meinungspluralität in Deutschland nicht völlig verloren geht. Vielen Dank dafür!

 

Lesen Sie auch einen Beitrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. >>>

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