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Die 3.Spalte - Termine

Stand: 2018-07-06

 

Monat Juni 2018

24.-28.Juni 2018 - Delegation aus Kaluga zu einem Arbeitsbesuch in Suhl

 

Monat Juli 2018

Donnerstag, 26.Juli 2018, 17.00 Uhr Stammtisch - Vortrag und Diskussion mit Gottlob Korda zum Thema Soldaten für den Frieden - einWiderspruch? Johannesstrasse 49, Erfurt.

Sommerkonzerte der Gruppe "Kyrillisch"

aus St.Petersburg

 

Sonntag, 29. Juli 2018,17.00 Uhr, Liebfrauenkirche in Langewiesen, Hauptstrasse

Montag, 30. Juli 2018 um 18.00 Uhr, Michaeliskirche Erfurt, Michaelisstraße 10, 99084 Erfurt

Dienstag, 31. Juli 2018, um 18.00 Uhr, Traukirche von Johann-Sebastian Bach in Dornheim

Vorschau August 2018

Donnerstag, 30.08.2018, 18.00 Uhr, Büro Johannesstrasse 49 - die Ortsgruppe Erfurt lädt ein: Stammtisch zum Thema: Unser AA-Projekt "Duale Hochschulausbildung". Referent: Dr. Reinhard Duddek

Vorschau September 2018

Samstag, 29.09.2018, 19.30 Uhr - Russischer Konzertabend mit dem Orchster Singertal, CongressCenter Suhl, Karten: 0160 240 40 25

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Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag

Der Überfall des faschistischen Deutschlands war die größte geschichtliche Katastrophe im 20. Jahrhundert. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion begann auch die entscheidende Phase im Plan der Nazis, „das Judenproblem zu lösen“ (www.yadvashem.org/yv/de/holocaust/about/04/ussr.asp).

Es gibt viel Anlass, die Erinnerung daran lebendig zu halten; gerade wenn man es ernst meint mit der Schlussfolgerung nach der Befreiung 1945: „Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg“. Das Deutsche Historische Museum in Berlin ordnet den Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 wie folgt ein: „Die Nationalsozialisten gingen von der sozialdarwinistischen Vorstellung eines naturgegebenen ‚Kampfes um das Dasein‘ der Völker und Rassen aus. Die Sowjetunion galt als Träger des ‚jüdischen Bolschewismus‘ und als eine unmittelbare Bedrohung für das Deutsche Reich. Aus nationalsozialistischer Sicht war der Kampf der überlegenen ‚arischen Rasse‘ gegen die sowjetischen ‚Untermenschen‘ unausweichlich. […]

 

75 Jahre Überfall SU


Der Feldzug im Osten war von Beginn an als ideologischer Weltanschauungs- und rassebiologischer Vernichtungskrieg konzipiert. Im Vordergrund standen die Eroberung von ‚Lebensraum‘ sowie die wirtschaftliche Ausbeutung der eroberten Gebiete und der dort lebenden Menschen als Zwangsarbeiter. Die Ermordung der jüdischen Bevölkerung und der sowjetischen Führungsschicht war von Anfang an vorgesehen. Zudem ordnete der ‚Kommissarbefehl‘ vom 6. Juni 1941 die sofortige Liquidierung von gefangenen kommunistischen Kommissaren der Roten Armee an“ (www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/kriegsverlauf/ueberfall-auf-die-sowjetunion-1941.html).

Der Historiker Dr. Christian Hartmann vom Institut für Zeitgeschichte in München ordnet den Überfall auf die Sowjetunion als Anfang vom Ende des faschistischen

deutschen Regimes ein: „Mehr als anderthalb Jahre lang sah es so aus, als seien die Deutschen unbesiegbar. Die Wehrmacht überrannte 1939 Polen, 1940 eroberte sie Dänemark und Norwegen und binnen weniger Wochen Frankreich, 1941 besetzte sie Jugoslawien und Griechenland. Zum Verhängnis wurde den Deutschen erst der Angriff auf die Sowjetunion, den das Großdeutsche Reich am 22. Juni 1941 ohne Not und ohne Kriegserklärung eröffnete. Erst jetzt begann Hitlers Stern zu sinken. Erst in der Roten Armee traf die Wehrmacht auf einen am Ende überlegenen Gegner.

Erst in der Unendlichkeit des sowjetischen Kriegsschauplatzes kam es zur militärischen Wende“ www.zeit.de/zeitgeschichte/2011/02/Kriegsverlauf).

 

Mit mehr als 26 Millionen Toten hatte die Sowjetunion die meisten Toten, zwei Drittel davon waren Zivilisten. Einige russische Experten gehen aber von noch höheren Opferzahlen aus (http://de.euronews.com/2015/05/04/wie-der-zweiteweltkrieg-russland-gepragt-hat/). Von den etwa 5,7 Millionen Rotarmisten überlebten 3,3 Millionen die deutsche Gefangenschaft nicht (www.zeit.de/news/2015-05/08/geschichte-hintergrund-der-zweite-weltkrieg-in-zahlen-undfakten-08065612).

1 710 Städte, 70 000 Dörfer, 32 000 Fabriken, 2 766 Kirchen und Klöster, 4 000 Bibliotheken und 427 Museen wurden von den deutschen Besatzern zerstört. Im Zuge des Überfalls gab es Massaker wie das bei Babi Jar, bei dem am 29. und 30. September 1941 in mörderischer Zusammenarbeit von Wehrmacht und SS über 33 000 jüdische Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Kiew in eine Schlucht getrieben und ermordet wurden. Auch als „Zigeuner“ verfolgte Menschen und sowjetische Kriegsgefangene zählten zu den späteren Opfern. Insgesamt wurden nach Untersuchungen der sowjetischen Staatskommission in Babi Jar rund 100 000 Menschen ermordet (www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/voelkermord/massenmorde-von-babijar-1941.html).

Ein weiteres der eklatantesten Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht während des Krieges gegen die Bevölkerung der Sowjetunion war die Blockade von Leningrad. Drei Jahre lang, vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944, belagerte die Wehrmacht Leningrad; im September 1941 schlossen Wehrmacht und Waffen-SS einen Ring um die Stadt, woraufhin fast keine Lebensmittel mehr hineingelangten. In den Jahren der Blockade starben nach Schätzungen über 1 Million Menschen (www.taz.de/!5236406/).

An die deutsche Invasion am 22. Juni 1941 erinnern Russland und andere frühere Sowjetrepubliken mit Schweigeminuten und Gedenkveranstaltungen. In vielen Städten versammeln sich Menschen mit Kerzen auf öffentlichen Plätzen.

Quelle: Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke

Die gesamte Anfrage können Sie sich hier herunterladen >>>

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