Die 3.Spalte - Termine
Stand: 2026-03-05
Unsere Termine 2026
Monat Juni 2026
Buchlesung mit Dr. Inge Pardon, Berlin zu ihrem Buch „Tulpanow – Stalins Macher und Widersacher. Die Biografie"im ZIM, am Mittwoch, 10. Juni , um 16.00 Uhr.
85. Jahrestag des Überfalls von Nazideutschland auf die Völker der Sowjetunion- Gedenken am 22.06.2026 um 16.00 Uhr am Sowjetischen Ehrenmal auf dem Erfurter Hauptfriedhof. Anschliessend Gedenken auf den Erfurter Anger gegen 17.30 Uhr.
Aktuelle Links:
- Stiftung West-Östliche Begegnungen >>>
- Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V. (BDWO) >>>
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- Deutsch-Russländische Gesellschaft Wittenberg e.V. >>>
Wichtige Information!
Aus unserer Satzung:
"Die DRFG ist ein eigenständiger, demokratischer, gemeinnütziger Verein. Er setzt sich national und international für die Völkerverständigung und Frieden ein. Dies erfolgt durch Vertiefung und Ausweitung von gutnachbarlichen Beziehungen und Kontakten, von Dialog und Partnerschaft, insbesondere die Zusammenarbeit und Freundschaft mit den Völkern der Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Er ist weltanschaulich und politisch unabhängig".
Wir wenden uns gegen jede Form von Extremismus oder Hassrede!
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art.5,1)
"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“
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Stadt Schmölln erinnert an den 8. Mai 1945
Gedenkfeier und Kranzniederlegung
Am 8. Mai 1945 verkündete das Glockengeläut in unserer Stadt den Frieden
Schmölln gedachte am 8. Mai mit Kranzniederlegung und einer bewegenden Rede von Bürgermeister Sven Schrade dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus vor 81 Jahren. Zahlreiche Gäste versammelten sich am Gedenkstein im Stadtpark, um gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken. An der Veranstaltung nahmen unter anderem Bürgermeister Sven Schrade, Carsten Helbig als ehrenamtlicher Beigeordneter des Landkreises sowie Mitglieder des Stadtrates teil. Musikalisch begleitet wurde die Gedenkstunde vom Klarinettentrio YaMaHa der Musikschule Schmölln.
Eine Kranzniederlegung bildete den stillen Höhepunkt der Veranstaltung.
In seiner Rede erinnerte Bürgermeister Sven Schrade eindringlich an die Ereignisse des Frühjahrs 1945 in Schmölln. Besonders hob er den 13. April 1945 hervor – jenen Tag, an dem eine weiße Fahne auf dem Kirchturm der Stadtkirche gehisst wurde und damit die kampflose Übergabe der Stadt ermöglicht wurde. Amerikanische Truppen hatten bereits Stellung bezogen, Panzer waren auf die Stadt gerichtet. Nur durch die Kapitulation blieb Schmölln in den letzten Kriegstagen vor Zerstörung bewahrt.
Schrade schilderte eindrucksvoll die dramatische Situation jener Zeit: Hunger, zerstörte Infrastruktur, Verwundete in den Schulen und die Angst der Bevölkerung prägten den Alltag. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der 8. Mai weit mehr als das Ende des Krieges bedeutet. „Wir wurden nicht nur von Bomben befreit, sondern von einem menschenverachtenden System“, betonte der Bürgermeister. Dabei erinnerte er auch an deportierte und ermordete Schmöllner Bürgerinnen und Bürger.
In seiner Rede griff Schrade zudem die bis heute bedeutenden Worte des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker auf, der den 8. Mai 1945 als „Tag der Befreiung“ bezeichnete. Erinnerung dürfe niemals zur bloßen Pflichtübung werden, sondern müsse Grundlage demokratischen Handelns bleiben. Mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen warnte Schrade davor, die Erinnerung an die NS-Verbrechen infrage zu stellen oder zu relativieren.
Schmöllns Bürgermeister schlug zugleich den Bogen in die Gegenwart. Demokratie, Frieden und Freiheit seien keine Selbstverständlichkeiten, sondern müssten jeden Tag aufs Neue verteidigt werden. „Befreiung ist ein Prozess“, sagte Schrade. Dazu gehöre es, Vorurteilen entgegenzutreten, Haltung gegen Intoleranz zu zeigen und Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Zum Abschluss rief Schrade dazu auf, die Lehren der Geschichte wachzuhalten und die gemeinsame Verantwortung für Frieden und Demokratie ernst zu nehmen. Die weiße Fahne von 1945 solle Mahnung bleiben – und zugleich Symbol dafür, dass Menschlichkeit und Vernunft stärker sein können als Gewalt und Ideologie.
Text und Fotos: Stadtverwaltung Schmölln
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