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2021 - Gedenken an "Unsterbliches Regiment"

Gedenken an den Großen Vaterländischen Krieg bleibt unvergessen!
Das sogenannte "Unsterbliches Regiment" ist eine öffentliche Veranstaltung, die in Russland und im Ausland stattfindet, um die Erinnerung an die Teilnehmer und Opfer des Zweiten Weltkrieges aufrechtzuerhalten. Dabei gehen die Nachfahren jedes Jahr am 9. Mai mit Fotos ihrer Verwandten spazieren. Wie Jelena Zunajewa, Co-Vorsitzende des zentralen Hauptquartiers der Bewegung "Unsterbliches Regiment Russlands" am Montag, 19.04. 2021 mitteilte, werde jeder Region Russlands ein Stream-Kanal zugewiesen. Die Veranstaltung werde im Fernsehen ausgestrahlt. 
Unsterbliches Regiment
Foto: kremlin.ru
Die Organisation übernimmt die historisch-patriotische öffentliche Bewegung „Unsterbliches Regiment“. Eine Voranmeldung zur Teilnahme ist nicht erforderlich.
Ziel der Aktion ist die Ehrung eines Familienmitglieds, der ein Kriegsveteran, ein Partisan, ein Untergrundkämpfer, ein Arbeiter an der Heimatfront, ein KZ-Insasse oder ein Betroffener der Leningrader Blockade war.
Verboten ist das Zurschaustellen jeglicher kommerzieller oder politischer Botschaften.
Auch rote Fahnen und Porträts Stalins sind untersagt. 
Die Organisatoren planen, am 24. Juni eine weitere Veranstaltung im traditionellen Format abzuhalten, falls die epidemiologische Lage es zulässt und die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor ihre Vorschriften ändert.
Im vergangenen Jahr wurde der Gedenkmarsch aufgrund der Corona-Pandemie erstmals vollständig im Online-Format durchgeführt. Jeder Teilnehmer konnte auf der offiziellen Webseite der Bewegung Fotos seiner Angehörigen hochladen. Die Organisatoren erhielten im Vorjahr mehr als drei Millionen Teilnahmeanträge, sodass die Online-Ausstrahlung 20 Tage lang dauerte.
Die Bewegung hat bereits eine in die 1960 er Jahre zurückreichende Tradition. Bereits vor der Aktion mit der Bezeichnung „Unsterbliches Regiment“ gab es Veranstaltungen mit einem ähnlichen Charakter. So marschierten Schüler mit Bildern von Veteranen bereits 1965 durch Nowosibirsk. In ihrer heutigen Form begann die Aktion unter dem Namen „Parade der Sieger“ in der westsibirischen Stadt Tjumen im Jahr 2007. In den folgenden Jahren schlossen sich weitere Städte an, darunter Kemerowo, Kasan und Nowosibirsk, 2010 Moskau. Unter dem aktuellen Namen verlief die Aktion erstmals in Tomsk im Jahr 2012. Im Jahr 2013 fand sie bereits in 30 Städten statt, im Jahr 2014 in 120 Städten (darunter in der Ukraine und Kasachstan), 2015 in 500 Städten. Im Jahr 2015 zum 70. Jahrestag des Sieges fand die Aktion in Russland, Österreich, Aserbaidschan, Weißrussland, Deutschland, Israel, Irland, Kasachstan, Kirgistan, der Mongolei, Norwegen, den USA, der Ukraine und in Estland statt[1]. In Moskau wurde sie nach der Siegesparade auf dem Roten Platz und auf den Straßen der Stadt abgehalten. Nach Angaben der Polizei nahmen daran 500.000 Menschen teil, darunter auch Präsident Wladimir Putin, der das Porträt seines Vaters trug, der im Zweiten Weltkrieg Soldat war. 
Auch in Erfurt und anderen Städten Thüringens versammeln sich deutsche und russlandstämmige Bewohner zum Tag der Befreiung am 8. Mai und am 9. Mai zum Tag des Sieges mit Fotos ihrer Angehörigen, die im Krieg geämpft haben vor den Gedenkstätten der Opfer des Faschismus. 

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