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Buchenwald - Nichts und Niemand ist vergessen!

Im einstigen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar haben am Sonntag, 15.April 2018 etwa 850 Menschen an die Befreiung der Lagers vor 73 Jahren erinnert. An der Gedenkfeier des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos von KZ-Überlebenden nahmen auch zwölf Überlebende unter anderem aus den USA teil. Auf dem ehemaligen Appellplatz hinter dem Lagertor legten neben Politikern, Vereinsvertretern und Gedenkstättenbesuchern auch Angehörige diplomatischer Vertretungen der USA, Frankreichs und Weißrusslands Kränze und Blumen nieder.

Buchenwald2018-1 Buchenwald2018-2 Buchenwald2018-3 Lupe

Zuerst waren es vor allem politische Gegner aus Deutschland wie Kommunisten, Sozialdemokraten, christliche Gegner des Naziregimes, später Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie Gefangene aus ganz Europa. 56.000 Häftlinge liessen dort auf dem Ettersberg ihr Leben. In Buchenwald wurden etwa 8000 sowjetische Kriegsgefangene gezielt ermordet. Sie wurden in einer als Messlatte getarnten Genickschussanlage während einer fingierten ärztlichen Untersuchung durch Buchenwalder SS-Männer von hinten erschossen oder im Keller des Krematoriums grausam erhängt. Ihnen zu Ehren legten am Gedenkstein für die Kriegsgefangenenopfer unter anderem die Vertreter der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft in Thüringen Gerhard Siebert und Dr. Hans-Jürgen Weißkopf Blumen und Gebinde nieder. Auch das Leben und Sterben der kriegsgefangenen Sowjetsoldaten bleibt unvergessen.

Das KZ Buchenwald, in das die deutschen Nazis seit dem Sommer 1937 rund 280 000 Menschen aus ganz Europa verschleppt hatten, war am 11. April 1945 von den KZ-Häftlingen und den US-Truppen befreit worden.

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