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Wir wenden uns gegen jede Form von Extremismus oder Hassrede!     

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art.5,1)

"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

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Gedenken an die Opfer des Überfalls Nazideutschlands vom 22.Juni 1945

Erfurt, Weimar und Suhl gedenken der 27 Millionen Toten

"Tag der Erinnerung und der Trauer"

Weimar, 23. Juni 2026 – Mit ergreifenden Veranstaltungen in Erfurt, Weimar und Suhl gedachten die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V. und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am 22. und 23. Juni 2026 der Opfer des Überfalls Nazideutschlands auf die Sowjetunion vor 85 Jahren. Auf dem Erfurter Anger hatten sich Mitglieder des Erfurter Friedensbündnis und der Partei Die Linke zu einem Öffentlichen Gedenken ein gefunden. 

Zu einem Höhepunkt der Gedenktage war das feierliche Auftreten des Botschafters der Russischen Föderation, S.E. Sergei Jurjewitsch Netschajew, am 23. Juni 2026 auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof im Park an der Ilm in Weimar, der vom Landesvorsitzenden der Freundschaftsgesellschaft in Thüringen  Dr. Mrtin Kummer herzlich begrüßt wurde.

Eindrucksvolle Rede des Botschafters

In einer bewegenden Ansprache rief Botschafter Netschajew eindringlich zur Völkerverständigung und zum Gespräch auf – in einer Zeit, in der die deutsch-russischen Beziehungen von schweren Krisen belastet sind. Der Diplomat würdigte das unermessliche Leid, das der Vernichtungskrieg der Wehrmacht über die Völker der Sowjetunion gebracht hatte, und betonte die Verantwortung, die Erinnerung an die 27 Millionen sowjetischen Opfer wachzuhalten – Soldaten, die im Kampf fielen, und Zivilisten, die ermordet, gefoltert oder erschossen wurden. In seinem Grußwort dankte Netschajew den Organisatoren für die Bewahrung des historischen Gedächtnisses und hob den anhaltenden Wert der historischen Versöhnung zwischen den Völkern beider Länder hervor. Eindrucksvoll wurde das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in deutscher und in russischer Sprache verlesen.

Würdige Vorbereitung durch die Freundschaftsgesellschaft

Die regionalen Gruppen der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V. hatten die Veranstaltungen in den drei Städten wirkungsvoll vorbereitet.Die Regionalgruppe Suhl gedachte der etwa 8500 Zwangsarbeiter aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, die nach Suhl verschleppt wurden und in der Rüstungsindustrie Hunger, Misshandlungen und Tod erleiden mussten. Die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft e.V. setzt sich weiter für Diplomatie, Frieden, Völkerverständigung und freundschaftliche Beziehungen mit allen Völkern auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ein!

In Erfurt  wurde das Gedenken von einfühlsamer musikalischer Begleitung umrahmt, die den feierlichen Charakter der Kranzniederlegungen und stillen Gedenkstunden unterstrich. Am 22.Juni hatte Mitglieder der Weimarer Gruppe einen  Kranz niedergelegt dem sich ein stilles Gedenken anschloss.  stille

Mahnung gegen das Vergessen – Kritik an der heutigen Politikergeneration

Alle Redner – ob in Erfurt, Suhl oder Weimar – wiesen in ihren Ansprachen auf einen schmerzlichen Zusammenhang hin: Sie prangerten die schändliche Rolle einer heutigen Politikergeneration an, die die Grausamkeiten des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges kleinzureden oder zu verschleiern versuche und auf diese Weise die Geschichte zu entsorgen drohe. Die Gedenkreden machten unmissverständlich klar, dass das Erinnern an die 27 Millionen Toten nicht zur bloßen Routine verkommen darf, sondern als bleibende moralische Verpflichtung gegenüber den Opfern und ihren Nachkommen zu verstehen ist.

Das öffentliche Gedenken, zu dem die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V. eingeladen hatte, stand somit im Zeichen einer doppelten Botschaft: der Trauer um die unermesslichen Opfer des deutschen Angriffskrieges und der mahnenden Warnung vor einem politischen Klima, in dem historische Verantwortung leichtfertig verdrängt wird. Die stimmungsvollen und würdevollen Zeremonien in Erfurt, Weimar und Suhl werden allen Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben – als Ausdruck gelebter Erinnerungskultur und als unüberhörbarer Appell für Frieden und Völkerverständigung.

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