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Russischunterricht in Krisenzeiten

Beeinflusst  der Krieg in der Ukraine das Interesse am Russischunterricht?

Ein Interview mit einer Russischlehrerin
Von Anton Hartmann, funky-Jugendreporter - Thüringer Allgemeine

Foto: privat Elke Kolodzy

Quelle TA/11.07.2022

 

Auf der Jugendseite der TA am Montag, 11.07.2022 fanden wir folgendes Interview, dass wir unseren Lesern nicht vorenthalten möchten.

 

Erfurt. Die Sprache von Tolstoi, Puschkin und Dostojewski – genau: Russisch. Und das Land, in dem diese Sprache gesprochen wird, führt jetzt Krieg. Wie geht man damit als Russischlehrerin um? Die Muttersprachlerin und Russischlehrerin Valentina Iwanowa* erzählt, wie sich der Russischunterricht seit dem Krieg in der Ukraine verändert hat.

Der Lehrplan sieht vor, die russische Kultur und Sprache zu unterrichten. Kommt der Krieg in deinem Unterricht auch zur Sprache?

Klar, als der Krieg vor einigen Monaten begann, fragten mich Schülerinnen und Schüler aufgebracht, wie ich dazu stehe und ob ich etwas wüsste, was in den deutschen Medien verschwiegen wird. Obwohl ich direkte Kontakte nach Belarus und Russland pflege, konnte ich meiner Klasse nur mitteilen, dass sich die Meinungen in der Bevölkerung spalten und es sowohl Zustimmung als auch, wenn auch still ausgelebte, Verurteilung gibt.

Videokonferenz 8

Wie ist die Stimmung in deinen aktuellen Russisch-Kursen? Fragen die Schülerinnen und Schüler sich, was sie in Zukunft mit dieser Sprache anfangen können?

Nein, bisher nicht. Im Gegenteil: Sie assoziieren das Russische mit den positiven Erfahrungen, die sie in Russland gemacht haben, zum Beispiel im Schüleraustausch mit einer St. Petersburger Schule. Sie denken nicht an Putins Regime. Das sind zwei verschiedene Welten. Sobald man richtigen Kontakt mit den Menschen hinter der Sprache bekommt, merkt man das.

Was sind für bestehende Russisch-Kurse die größten Veränderungen?

Der Austausch in Wissenschaft, Kultur und Bildung, wie zum Beispiel beim Schüleraustausch mit St. Petersburg, ist unterbrochen. Das finde ich für meine Klassen besonders schade, denn sie profitierten in den letzten Jahren sehr von dieser Erfahrung. Dieser schlechte Ruf Russlands wird auf unbestimmte Zeit in der Welt bestehen bleiben und die kulturellen Bereiche Russlands werden darunter leiden. Durch die Ergebnisse der Sprachenwahl lässt sich erkennen, dass manche Menschen nicht zwischen der russischen Sprache und dem Machthaber Putin unterscheiden. Dabei schließt man sich möglicherweise selbst eine Tür.

Wie sieht es mit dem Anwerben neuer Schülerinnen und Schüler für den Russischunterricht aus?

Leider sehr ernüchternd. Durch den Krieg ist das erste Mal in meiner zwölfjährigen Berufslaufbahn kein Kurs zustande gekommen, da es zu wenige Anmeldungen gab. Früher waren es manchmal sogar zwei Kurse, weil die Nachfrage so groß war.

*Name von der Redaktion geändert

 

Der Bericht ist auch nachzulesen in der Online-Ausgabe der TA vom 11.07.2022

 

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