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Kleine Anfrage zum Russischunterricht in Thüringen

DIE LINKE bohrt in der Wunde!

DRJA- verweist auf Russischlehrer Blog

Lupe

Im November 2021 richtete die Fraktion Die Linke eine Kleine Anfrage an das Bildungsministerium des Freistaates  Thüringen.
Nachfolgend dokumentieren wir die Antworten auf die gestellten Fragen. 
Am Ende des Beitrages können Sie den Wortlaut der Anfrage „Russisch als Fremdsprachenangebot an Thüringer Schulen“ als pdf Datei herunterladen.
Vor dem Hintergrund von Personalproblemen an Thüringer Schulen werden bei den Kursangeboten zum Fremdsprachenunterricht zunehmend Angebote für die Fremdsprache Russisch verdrängt.
Immer weniger Thüringer Schüler lernen Russisch als Fremdsprache, obwohl dafür noch viele ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen im Schuldienst zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang ist nicht nur mit Blick auf die historisch gewachsene Völkerfreundschaft mit Russland ein substanzieller Verlust für die zukünftigen Generationen zu befürchten. 
Auch die deutschen Wirtschaftsbeziehungen zu Russland stützen sich an vielen Stellen noch auf die in den ostdeutschen Bundesländern traditionell vorhandenen Sprachkompetenzen.
Wir haben einige Aussagen der Landesregierung auf die Kleine  Anfrage der Fraktion DIE LINKE  herausgehoben:
In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Russisch-Lernenden von 19.073 im Schuljahr 2016/2017 auf den Stand von 15.290 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2020/2021 gesunken (Angaben für alle Schularten und Schulen in staatlicher und freier Trägerschaft).
Die Landesregierung nimmt keinen direkten Einfluss auf das Fremdsprachenangebot vor Ort.
Vielmehr unterstützt und fördert es das Fremdsprachenlernen im Rahmen der Stundentafeln global und im Sinne der Gleichbehandlung, ohne eine bestimmte Fremdsprache oder Kultur herauszustellen. 
Die Anzahl der Lehrerinnen und Lehrer für das Fach Russisch hat sich vom Schuljahr 2016/2017 bis zum Schuljahr 2020/2021 von 2.289 auf 1.662 verringert.
Auf die Frage wie die Verdrängung der Fremdsprache Russisch aus dem Stundenplan der Thüringer Schülerinnen und Schüler gestoppt und wieder rückgängig gemacht werden soll, hatte Minister Holter folgende Antwort parat:
Nach Französisch mit 41.732 Lernenden und Latein mit 15.943 Lernenden ist Russisch mit 15.290 Lernenden (Zahlen Schuljahr 2020/2021) nach wie vor die drittstärkste unter den Fremdsprachen, die als zweite Fremdsprache in Thüringen erlernt werden können. Um die Zahl an Russisch-Lernenden auf diesem vergleichsweise hohen Niveau zu stabilisieren beziehungsweise einem weiteren Absinken der Zahl der betreuten Schüler im Russischunterricht entgegenzuwirken, sind aus Sicht der Landesregierung folgende Aspekte von Bedeutung:
  • die Aufrechterhaltung des Interesses der Schülerinnen und Schüler beziehungsweise das Wecken des Interesses an der russischen Sprache,
  • die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Russisch-Lehrkräften,
  • ein abwechslungsreicher, zeitgemäßer Russisch-Unterricht, der moderne Medien einsetzt und reichhaltige Kommunikationsanlässe bietet,
  • flankierende Angebote zur Stärkung des Russischunterrichts,
  • die Entwicklung und Umsetzung von nachhaltigen Fremdsprachenkonzepten an den Schulen, die unter Berücksichtigung der vorhandenen personellen und organisatorischen Möglichkeiten vor Ort den Schülerinnen und Schülern die interessen- und bedarfsgeleitete Wahl der Fremdsprache(n) ermöglichen; insbesondere an Schulen mit gymnasialem Bildungsgang sollten Schulen die Möglichkeit nutzen, ihren Schülerinnen und Schülern über die in Klassenstufe 5 beziehungsweise 6 einsetzende zweite Fremdsprache und die in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe neu einsetzende Fremdsprache attraktive Wahlmöglichkeiten zu bieten.
Dem Interesse der Schülerinnen und Schüler an der russischen Sprache kommt aus Sicht der Landesregierung eine Schlüsselrolle in der Aufrechterhaltung des Russischunterrichts- Angebotes zu.
Eigentlich sind das gute Ansätze und Vorhaben, die aber auch wegen der feindichen, hasserfüllten und respektlosen Polemik einiger massgeblicher deutscher Politikerinnen und Politiker bisher eher das Gegenteil bewirkt haben. Das muss sich ändern!

Lesen Sie hier das Dokument zur Kleinen Anfrage >>>

 

eig.Bericht

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