Die 3.Spalte
Stand: 2026-08-23
Unsere Termine 2026
Monat
September 2026
Freitag , 25.09. 19.00 Uhr im Cafè Nerly. Eröffnungsveranstaltung der Interkulturellen Woche. Bei Interesse füllt bitte die beiliegende Teilnahmebescheinigung aus. Jeder ist willkommen, wer möchte, nimmt teil.
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Wir wenden uns gegen jede Form von Extremismus oder Hassrede!
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art.5,1)
"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“
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Keine Schließung des russischen Hauses in Berlin!
Wortmeldung aus Stuttgart
Auf unseren Aufruf gegen die Schließung des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur erhielten wir jüngst eine weitere Wortmeldung.
Hier der Wortlaut:
Rückschlag für Russisch-deutsche Völkerverständigung
Die vom deutschen Außenminister angekündigte Schließung des Russischen Hauses in Berlin und die im Gegenzug vom russischen Außenminister angekündigte Schließung der Goethe-Institute in Moskau, Sankt Petersburg und Novosibirsk beenden den staatlich organisierten Versuch einer Völkerverständigung via Kulturaustausch.
Von Thomas Tews
Symbolbild für den Zustand deutsch-russischer Völkerverständigung? Verdorrte Blumen mit einer Schleife der Russischen Föderation auf einem Gedenkstein im Gräberfeld für mittel- und osteuropäische Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkrieges auf dem Stuttgarter Hauptfriedhof. Foto: © Thomas Tews, 2. September 2026.
Zur Geschichte
Das an der Berliner Friedrichstraße gelegene Russische Haus, dessen Schließung die Bundesregierung jüngst ankündigte, war am 5. Juli 1984 als „Haus der Sowjetischen Wissenschaft und Kultur" eröffnet und nach dem Zusammenbruch der UdSSR Anfang der 1990er Jahre in „Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur" umbenannt worden. Am 4. Februar 2011 unterzeichneten in München der damalige Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, Guido Westerwelle, sowie der damalige und heutige Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, ein Abkommen „über die Tätigkeit von Kultur- und Informationszentren" – namentlich des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur in Berlin sowie der Goethe-Institute in Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk. Dieses am 7. Juni 2012 in Kraft getretene Abkommen wurde „eingedenk der Bedeutung des Kulturaustausches für die Verständigung unter den Völkern" geschlossen, wie es in seiner Einleitung heißt.
Regierungsabkommen gekündigt
15 Jahre später, am 1. September 2026, kündigte Westerwelles fünfter Nachfolger im Amt, Außenminister Johann Wadephul, das deutsch-russische Regierungsabkommen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Auf dieser bezeichnete Wadephul „Russland als Urheber des hybriden Angriffs von Leipzig" – gemeint war der versuchte Drohnenanschlag auf dem Flughafen Leipzig/Halle vom 5. August 2026 – und verkündete als Konsequenz die Inkraftsetzung mehrerer „Maßnahmen gegen Russland". Eine dieser von Wadephul „in Absprache mit dem Bundeskanzler" angeordneten Maßnahmen lautet: „Der Vertrag über das russische Haus in Berlin wird gekündigt."
Zeitgleich zur Pressekonferenz wurde der Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland, Sergej Netschajew, in das Auswärtige Amt einbestellt. Netschajew bezeichnete in einem anschließend von der Botschaft der Russischen Föderation veröffentlichten Kommentar die von deutscher Seite angekündigten Maßnahmen als „eine beispiellose Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen" und warf den deutschen Behörden einen „Kurs der systematischen Zerstörung des einst tragfähigen Fundaments der russisch-deutschen Zusammenarbeit" vor.
Befremden und Unverständnis
Auch der Vorstand der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft (GDRF) äußerte in einer Stellungnahme „Befremden und Unverständnis" ob der angekündigten Schließung des Russischen Hauses in Berlin.
Zwei Tage nach dem Beschluss der Bundesregierung, das Russische Haus in Berlin zu schließen, äußerte sich dazu der russische Außenminister Sergej Lawrow am Rande des 11. Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok. Er bezeichnete das Russische Haus in Berlin als „Kulturzentrum, das lange Zeit ein Symbol unserer Beziehungen zum Nachkriegsdeutschland war", und kündigte an, „dass die Standorte des Goethe-Institutes in Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk selbstverständlich geschlossen werden, nachdem unser Kulturzentrum vertrieben worden ist." In Richtung der deutschen Behörden fügte er hinzu: „Sie konnten nicht umhin, dies zu verstehen, und gingen daher bewusst einen Schritt, der eindeutig das Ende ihrer kulturellen Präsenz in der Russischen Föderation bedeutet – einer Präsenz, die trotz des Ukraine-Konfliktes erhalten geblieben war."
Zwischenüberschriften Günter Guttsche
Trotz alledem! Nun erst recht!
Solidarität mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser Kultureinrichtung.
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Gedenken an Völkermord im 2. Weltkrieg
