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Zu Besuch bei Freunden

Unser Vereinsmitglied Petra Mühlmann weilte in Belarus. Was sie dort erfuhr und wie es ihr in dieser Zeit erging erzählt sie im folgenden Beitrag.

Im Juni 2017 war ich in Belarus- privat- bei meiner Freundin Elena Stanislavnowna Zukanova ( Bild 6 links) in der Kleinstadt Rossony im Norden der Witebsker Region. Ich hatte sie in München kennengelernt und über das Internet hielten wir bereits über vier Jahre unseren Kontakt. Nun lud sie mich zu sich in ihren Ort ein. Es war ein großartiger Besuch.

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Meine Freundin kennt viele interessante Menschen in Ihrem Ort durch ihre Arbeit als Deutsch - Lehrerin. Sie erzählte von meinem Besuch und jeder wollte sich mit mir treffen, weil noch niemand aus Deutschland zu Besuch war und es auch keinen deutschen Gast in dem Ort gab bisher. Besonders aufgemerkt haben alle, als sie hörten, dass ich auch ein Mitglied in unserer Freundschaftsgesellschaft bin.

Lena hat sich so viel Mühe gegeben mir alles zu zeigen. Sie organisierte eine dreistündige Fahrt durch Minsk, fuhr mit mir zwei Tage zu den historischen Stätten von Gomel, zeigte mir aber auch die Stätten des Partisanenkampfes gegen die Faschisten in Rovnoje Polje und das alte Polozk und die Spezialitäten der belorussischen Küche.

Ich muss aber dazu sagen, dass ich dort erfuhr, dass in Rossony während der dreijährigen faschistischen Okkupation Belorusslands im Zweiten Weltkrieg ein jüdisches Ghetto bestand und fast alle jüdischen Bewohner des Ortes umgebracht wurden. Wir waren uns einig, dass niemals wieder so ein grausamer Krieg sein darf.

 

Mit Frau Beyer, der Russisch -Lehrerin an der Europaschule, Erfurt kam ich während der Europawoche im Mai diesen Jahres ins Gespräch darüber, ob ev. ein Briefwechsel zwischen ihren

Schülern und den Schülern aus der Grundschule in Rossony, die Deutsch lernen, möglich wäre. Sie hatte nichts dagegen.

Also habe ich diese Idee mit nach Weißrussland gebracht. Dort waren sie begeistert und wollten es auf alle Fälle in Angriff nehmen, wenn die Schule wieder beginnt.

 

Die besten Schüler der" Mascherow Schule", in deutscher Sprache, durften zum Treffen mit mir Fragen stellen über das Leben in Deutschland - insbesondere der Schüler , auch in der Freizeit (wurde organisiert durch die Lehrerin).

Die Direktorin sprach im Anschluss mit mir über unsere Gesellschaft und den Gedanken , die Freundschaft zwischen den deutschen und belorussischen Schülern zu fördern. In der Schule habe ich einen Kalender von Erfurt- zum Lutherjahr- für das Deutschkabinett  verschenkt.

Die nächste Einladung kam von der Direktorin des Kulturhauses, auch sie gab den Schülern, die ihre Freizeit in verschiedenen Zirkeln verbringen, die Möglichkeit mit einem deutschen Gast zu sprechen. Ich habe ihnen Konfekt mit gebracht und ausgeteilt, sie waren begeistert.

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Mit Konfekt waren auch die Kleinsten im Kindergarten zu begeistern. Die Direktorin führte mich durch ihr Haus und erklärte mir die Arbeitsweise. Vieles wird erreicht durch Spenden der Eltern.

 

Das beeindruckendste Erlebnis aber war ein Treffen mit den Musikern (Kinder der Schule) die sich in der Freizeit der Folklore widmen und ihre Tradition aufrecht erhalten. Extra für mich gaben sie ein kleines Konzert vor der Musikschule. Leider konnte ich so schnell kein Video aufnehmen, aber  die Freundin der Deutsch-Lehrerin gab mir eine CD mit, die diese Gruppe darstellt, den Ort erklärt und etwas über die Lebensfreude preisgibt.

 

Es hatte sich auch bis zur Presse herumgesprochen, dass ein Gast im Ort weilt, also kam ins Quartier eine Reporterin.

Den Presseartikel können Sie hier lesen >>>.

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