Die 3.Spalte - Termine
Stand: 2026-03-05
Unsere Termine 2026
Monat Mai 2026
Die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft, die Vereinigung der Verfolgten des Nationalsozialismus - Bund der Antifaschisten Thüringens und die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V. laden ein am 8. Mai 2026 um 10.00 Uhr zur Kranzniederlegung auf dem Erfurter Hauptfriedhof ein. Der 08. Mai ist seit 2016 auf Beschluß des Thüringer Landtages ein jährlich wiederkehrender Gedenktag.
Herzliche Einladung zum Stammtisch am Mittwoch, den 13. Mai 2026 um 16.00 Uhr im Uralskije pelmeny.
Monat Juni 2026
Buchlesung mit Dr. Inge Pardon, Berlin zu ihrem Buch „Tulpanow – Stalins Macher und Widersacher. Die Biografie"im ZIM, am Mittwoch, 10. Juni , um 16.00 Uhr.
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Der 8. Mai 2026- ein Beispiel medialer „Bilderstürmerei“
Der Nationalsozialismus war besiegt. War er das wirklich?
Was nicht in den Medien stand, wir berichten darüber.
Eine Posse über die in thüringer Medien „nicht stattgefundenen“ oder boykottierten Berichterstattungen von den Gedenkstunden und Kranzniederlegungen zum 81. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges.
Ein Kommentar von Günter R. Guttsche
Die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft, die Vereinigung der Verfolgten des Nationalsozialismus – Bund der Antifaschisten Thüringens und die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V. hatten eingeladen am 8. Mai 2026 um 10.00 Uhr zur Kranzniederlegung auf dem Erfurter Hauptfriedhof. An dieser viel beachteten Veranstaltung nahmen Politiker, Diplomaten, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Einwohner Thüringens und Landsleute teil. Der 8. Mai ist seit 2016 auf Beschluss des Thüringer Landtages ein jährlich wiederkehrender Gedenktag.
In Erfurt, Gera, Altenburg, Heiligenstadt, Weimar und weiteren thüringischen Städten und Gemeinden brachten viele Hundert Menschen ihr emotionales Gedenken an einen der verheerendsten Kriege der Weltgeschichte zum Ausdruck. Herzlich begrüßter Gast in Erfurt und Suhl war Herr Alexander Denisowitsch Pandeleew aus Berlin. Es waren sehr eindrucksvolle Gedenkveranstaltungenn mit einer überraschend hohen Beteiligung. Um diese Ereignisse zu dokumentieren haben wir über das Gedenken in einigen ausgewählten Städten ein kurzes Video erstellt.
Warum schweigen Presse und ÖRR?
Doch darüber in zahlreichen Medien des Freistaates kein oder nur ein am Rande erwähntes Wort (ausser einer Erwähnung in der TA Eichsfeld und Erfurt). Der Zweite Weltkrieg endete am 8. Mai 1945 in Europa mit der Kapitulation der Wehrmacht. Der Nationalsozialismus war besiegt.
War er das wirklich?
Die aktuelle Führung dieses Landes geht aus Familienclans hervor, die wahrscheinlich die Niederlage im WK2 - vor allem durch die Rote Armee - bis heute nicht verkraftet hat. Wer in solchen Familien aufwächst, der wird von Kind auf indoktriniert die Russen als Untermenschen anzusehen. Das warnende Beispiel sollte Karthago sein. Aber ich glaube, dass die meisten der gegenwärtigen Politikerriege nicht mal wissen, was dort geschah und wenn, sind sie so hoffärtig, dass sie denken, dass sie dieses Mal siegen werden. Die Welt ist im Umbruch und die restliche Welt wird nicht vergessen, welche Seite sich Deutschland immer aussucht.
Die sprichwörtliche mediale Stille spricht Bände.
Während über jedes politische Stellungnehmen in den sozialen Netzwerken und in den Leitmedien ausführlich debattiert und berichtet wird, fanden die Ereignisse in Thüringen – fernab von Berliner Gedenkzeremonien – kaum statt. Jemand vor Ort berichtete von mehreren hundert Teilnehmern, darunter viele ältere Menschen, aber auch junge Familien. Die Redebeiträge mahnten nicht nur historische Verantwortung an, sondern warnten vor wiedererstarkender Menschenfeindlichkeit. An dieser Stelle fällt mir der Satz von Julius Fucik ein, der vor seinem Tod im Gefängnis in Berlin-Plötzensee sagte: "Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!"
Die mediale Bilderstürmerei vollzieht sich heute leiser:
Nicht nur durch das Zerstören von Statuen, sondern durch das Ausblenden unliebsamer Erinnerungsakte – insbesondere jener, die nicht ins geopolitische Raster passen. Umso beschämender ist es, wenn der 8. Mai 2026 allenfalls randnotizartig Erwähnung findet. Das Gedenken an die Befreiung darf nicht mit politischer Loyalität zum Krieg in der Ukraine gleichgesetzt werden. Es geht um die Würde der Opfer und die Lehren aus zwölf Jahren deutscher Barbarei.
Wer hier wegschaut, wo Erinnern unbequem werden könnte, verspielt Vertrauen – in die Medien und in die demokratische Kultur dieses Landes. Der 8. Mai 2026 war also mehr als ein weiterer Jahrestag; er war ein Test, ob demokratische Gedenkkultur noch flächendeckend gewollt ist. Das Ergebnis fällt gemischt aus. Denn wo das öffentlich-rechtliche Auge blind scheint, entscheidet oft nicht die historische Bedeutung, sondern die vermeintliche politische Opportunität. Das ist das eigentliche Versagen an diesem Gedenktag – ein Versagen der Berichterstatter, nicht derer, die erinnern.
Darüber reden und nicht wegschweigen!
Doch die thüringischen Initiatoren geben sich kämpferisch: „Wir lassen uns nicht wegschweigen“, so neben den Rednern auch der Sprecher der VVN-BdA. Und tatsächlich – wer heute die lokalen Alternativportale und die wenigen unabhängigen Blogs durchforstet, findet bewegende Bilder. Nur: Sie erreichen nicht die breite Öffentlichkeit.
Fazit: Der Nationalsozialismus wurde zwar 1945 militärisch besiegt. Ob sein Geist im 21. Jahrhundert endgültig überwunden ist, entscheidet sich nicht zuletzt daran, ob wir jeder Gedenkfeier gleichermaßen Raum geben – nicht nur den Staatsakten, sondern auch den niedergelegten Blumen und Kränzen auf Friedhöfen in Städten und Gemeinden diese Landes.
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Gedenken an Völkermord im 2. Weltkrieg