Zurück
Sie sind hier: www.drfg-th.de / Dokumentiert
.

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5

Jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung öffentlich zu sagen

(1)Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.

Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. 

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

 

Wir veröffentllichen heute unkommentiert und unkorrigiert wieder einen Brief, den ein Herr Stiehler an den Landesvorsitzenden und den Vorstand der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft am 1. Mai 2022 als Email gesandt hat.

 

Es ist wichtig auch solche Wortmeldungen öffentlich zu machen. 

.

Ausserdem emfehlen wir, alle im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine stehenden Artikel, die auf unserer Webseite dokumentiert sind, genau zu lesen bzw. zur Kenntnis zu nehmen. (die Red.)

 

Hier ist der Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Dr. Kummer,
vielen Dank für Ihre umgehende Antwort, auch im Namen des Landesvorstandes der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft e.V. auf meine Mail, welche ich leider vergessen hatte mit meinem Namen zu beenden.
Sie schreiben: „Die Positionen der Deutsch Russischen Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V.  waren und sind bereit öffentlich , klar und eindeutig und bedürfen nach gegenwärtiger Sach- und Rechtslage keiner Veränderung.“
Ich entnehme aus den von Ihnen angeführten Artikeln das Sie und die Deutsch-Russische Freundschafsgesellschaft gegen den Krieg in der Ukraine sind, Putin ein von den Geheimdiensten und der Armeeführung Russlands Getriebener ist, die Anteilnahme an allen Opfern und Heimatvertriebenen, Putin „Die unter Jelzin verlorengegangenen Territorien  - die Republiken der Sowjetunion – einzusammeln , also unter Russischer Herrschaft zu bringen, auch durch Krieg“ (Zitat aus Ihrem Zeitungsinterview), die Wirtschaftssanktionen der demokratischen Länder nicht die damit verbundenen Ziele erreichen werden, die Mehrheit der Russen liebt die westlichen Produkte, „aber nicht seine Kultur und Regierungsform. Liberalismus, Menschenrechte, Minderheitsrechte … werden von der Mehrheit der Bevölkerung … abgelehnt.“ (Zitat aus dem Zeitungsinterview), der Westen hat den neuen Republiken eine Gesellschaftsform gegeben, mit der sie nichts anfangen können (das der Westen den neuen Ländern der ehemaligen Sowjetunion eine Gesellschaftsform gegeben hat ist mir ganz neu), die Russen werden nicht in die Westukraine einfallen, Selenskyj wird abgesetzt und es wird eine neue Regierung in der Ukraine (von den Russen?) eingesetzt. Außer in Ihrer Formulierung im Interview: „Liebe Freunde, sehr geehrter Herr Präsident, das war ein Überfall. Das können wir nicht tolerieren, das geht so nicht. Beenden Sie den Krieg sofort.“ habe ich nirgendwo etwas gelesen von weiteren Protesten, das Benennen und die Ablehnung der Verbrechen an der Menschlichkeit, die Ablehnung der Brutalität der Armee – geduldet und gefördert von Putin, die Ablehnung der Ziele Putins und leider auch dem Großteil der russischen Bevölkerung, die Eigenstaatlichkeit der Ukraine und weitere ehemaliger Russischen Republik nicht anzuerkennen und sie wieder unter Russischer Herrschaft zu zwingen,  etc., etc. .
Da Sie betonen, dass gerade jetzt die zivilgesellschaftlichen Kontakt, u.a. zu den Russischen Freunden besonders wichtig sind, dann sollte die Deutsch –Russische Freundschaftsgesellschaft, wie unter guten Freunden üblich, auch dem Freund die volle Wahrheit ins Gesicht sagen. Und wenn der Freund Russland ein freies Land überfällt, Menschen mordet, die Zivilgesellschaft bewusst zerstört, die Presse gleichschaltet, lügt und die eigenen Leute beim leisesten Protest gegen den Krieg und Putin einsperrt, dann sollte auch die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft, die Freundschaft so lange kündigen, bis sich das Land wieder zivilisiert verhält.
Aus den o.g. Gründen ist es für mich unvorstellbar, mich mit Vertretern der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft zu treffen – und Anbetracht der Verbrechen der Russen in der Ukraine erst recht nicht an einem Russischen Ehrenmal.
Es grüßt Sie freundlich
Lutz Stiehler    

Dieser Artikel wurde bereits 202 mal angesehen.



.