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Einladung nach Tula

Weimars Stadtoberhaupt Peter Kleine reist nach Russland

Thüringer Allgemeine (Weimar)19. Juni 2021
"Weimar. Die Stadt ist in ihren Bestrebungen, eine Städtepartnerschaft mit einer Stadt in der Russischen Föderation zu finden, einen guten Schritt weitergekommen. Nach Rathaus Angaben hat Oberbürgermeister Peter Kleine ein erstes Gespräch mit dem Stadtdirektor der russischen Stadt Tula, Dmitry Milyaev, geführt.
Weimar und Tula 1 Weimar und Tula 2 Weimar und Tula 3 Jasnaya polyana
Fotos: Тульская пресса
Beim digitalen Blick ins Amtszimmer des Gesprächspartners wurden Eckdaten beider Städte vorgestellt, aber auch persönliche Motive der beiden Stadtoberhäupter, der Stadtverwaltungsgremien und der jeweils städtischen Bevölkerung dargestellt.
Fazit: Die Zeichen stehen auf Besuch! Dmitry Milyaev hat eine herzliche Einladung an Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine ausgesprochen. Damit werde das Kennenlernen auf persönlicher Ebene in Tula fortgeführt. Ein Termin steht aber noch nicht fest".
„Ich bin gespannt auf Tula, auf den weiteren Austausch, auf die Dinge, die wir miteinander planen können“, so Kleine. Es sei ein gutes Zeichen, dass es gelinge, „in schwierigen Zeiten Brücken zu bauen“. – Weimars Stadtrat hatte sich 2020 für die Aufnahme einer Partnerschaft mit einer russischen Stadt ausgesprochen. 

In der Nähe Tula befindet sich als besonderes Kleinod das Landgut Jasnaja Poljana.

Das Landgut Jasnaja Poljana (russisch Ясная Поляна, dt. Helle Lichtung) war der Geburts- und Wohnort des Schriftstellers Leo Tolstoi. Er schrieb dort Krieg und Frieden und Anna Karenina und ist dort beerdigt. Das Landgut liegt etwa 220 Kilometer südlich von Moskau, 12 km südwestlich von Tula zwischen dem Tulaer Stadtteil Kossaja Gora und der Stadt Schtschokino in der Oblast Tula. Es ist heute ein Museum.
Wie der offiziellen Information seitens der Stadtdirektion Tula zu entnehmen ist, bereitet sich die Stadt auf eine Partnerschaft mit Weimar vor: 
"Das deutsche Weimar könnte eine Partnerstadt von Tula werden ... Beide Städte sind nach Angaben des Weimarer Oberbürgermeisters Peter Kleine an einer möglichen Partnerschaft interessiert. „Tula hat Tolstoi, wir haben Goethe und Schiller“, begründet Peter Kleine seinen Willen zur Zusammenarbeit. 
2021 planen die Veranstalter weitere Verhandlungen. Die endgültige Entscheidung müssen die Stadträte treffen. 
Anzumerken ist, dass Weimar heute eine Stadt in Thüringen mit 65 Tausend Einwohnern ist. Es ist viel kleiner als Tula, aber nicht weniger großartig für seine kulturellen Traditionen: Goethe und Schiller, Wieland und Herder, Franz Liszt und viele andere lebten und arbeiteten hier.
Außerdem lebte Maria Pawlowna Romanowa, Tochter von Kaiser Pawel I. und Kaiserin Maria Fjodorowna, Gemahlin des Großherzogs Karl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach, viele Jahre in Weimar. Sie leistete einen großen Beitrag zur kulturellen Tradition Weimars, war persönlich am Aufbau des Johann Wolfgang von Goethe-Museums beteiligt. Unsere Städte haben viel gemeinsam, und die Zusammenarbeit wird für beide Seiten von Vorteil sein".
So die offizielle Verlautbarung.

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