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Webplattform „Der Westen“ enthüllt

Shitstorm wegen Kaufland Angebot

Verkäufer bietet auf Kaufland  online Flagge mit ukrainischen Nazi-Symbolen an
Na, dieses Angebot von Kaufland ging ja mal voll nach hinten los! Auf seiner Webseite ist dem Unternehmen nicht nur eine peinliche Panne mit einer vermeintlichen Ukraine-Flagge passiert, sondern rief sofort auch einen Shitstorm von wachsamen Usern auf den Plan. 
ASOW LUPE
Über das Portal von Kaufland hatten Verkäufer eine ASOW - Flagge in ukrainischen Farben mit der berüchtigten Wolfsangel zum Verkauf für 14,99 Euro eingestellt. 
Daraufhin beschwerten sich viele Nutzer über Twitter. 
Umgehend  meldet sich das Social-Media-Team des Unternehmens ebenfalls zu Wort: „Vielen Dank für den wichtigen Hinweis. Wir haben die Produkte unverzüglich entfernt.“ 
Doch zu spät: 
Was Kaufland daraufhin erhält, gleicht einem regelrechten Shitstorm. 
„Ist bereits wieder aus dem Sortiment, aber spinnen die, so etwas überhaupt anzubieten?“, beschwert sich ein weiterer Nutzer auf Twitter. 
„Liebes Kaufland, wenn ihr schon Artikel im Nazi-Symbolik wie 'Wolfsangel' und 'Schwarze Sonne' anbietet, warum nicht gleich für 14,88 Euro?“, fragt ein anderer Nutzer auf Twitter.

ASOW-Regiment

Das Asow-Regiment (benannt nach der Stadt Asow in der Oblast Rostow im Südwesten Russlands) wurde im Mai 2014 gegründet.
Seine Symbolik verkörpert nationalsozialistisches faschistische visuelle Elemente. Das weiß dargestellte Symbol der Schwarzen Sonne ist ein international genutztes Erkennungsmerkmal der Neonazi-Szene mit historischem Bezug zur Ideologie der SS während des Nationalsozialismus, die schwarze Wolfsangel (N mit Strich) war das Abzeichen der 2. SS-Panzerdivision - Das Reich - der faschistischen Waffen-SS. 
Das ASOW Regiment  versteht sich  offen als nazistisches paramilitärisches Freiwilligenbataillon und untersteht dem Innenministerium der Ukraine. In den ukrainischen Streitkräften sind Rechtsextreme gut vernetzt und rekrutieren Soldaten für ihren Kampf. Einige werden sogar von Deutschland, Großbritannien und den USA militärisch ausgebildet. Der Westen schaut weg – denn der Konflikt mit Russland ist im vollem Gange.
Den Kämpfern dieses Nazibataillon werden schwerste Menschenrechtsverletzungen nachgesagt, welche kaum von den Medien wahrgenommen und unter die Leute gebracht werden. Hinzu kommt die 2016 gegründete politische Partei „Nationalkorps" sowie die Bürgerwehr „Nationalmiliz", als deren Nachfolger „Centuria" gilt (siehe Belltower.News). Obwohl das „Nationalkorps" theoretisch den Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen Straßenkriminalität helfen will, haben Mitglieder sich in der Praxis auch Straßenschlachten mit der Polizei geliefert oder Politiker:innen eingeschüchtert (siehe BBC und Reuters).
Vor allem ist „Asow“ stramm rechts: Mitglieder tragen NS-Symbole und SS-Runen, auf Fotos zeigen sie den Hitlergruß. Ihr Abzeichen bestand bis 2015 aus einer „schwarzen Sonne“ und Wolfsangel, danach nur mit Wolfsangel. An ihren Stahlhelmen tragen manche Kämpfer Hakenkreuze und SS-Runen (siehe Tagesspiegel). Kommandeur war der rechtsextreme Politiker Andrij Bilezkyj, der als sogenannter „weißer Führer“ der „Sozial-Nationalen Versammlung – Patriot der Ukraine“ galt – laut Andreas Umland vom „Stockholm Centre for Eastern European Studies“ eine klar faschistische Organisation.
Heute ist Bilezkyj Vorsitzender des „Nationalkorps“.
„Asow“ pflegt auch gute Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen europaweit, ob „Nordic Resistance“, „Der III. Weg“, oder die „Identitäre Bewegung“.
Das Bataillon nimmt auch Kämpfer aus dem Ausland auf – auch deutsche Neonazis (siehe Die ZEIT).
Dabei dienen Internetforen, Chatgruppen, aber auch die „National Socialist Black Metal“-Szene als Rekrutierungstools (siehe Belltower.News).
Aus verschiedenen Quellen

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