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Informationsbrief des BDWO an die Mitglieder

Am 28. März 2022 hat der Vorstand des Bundesverbads Deutscher West-Ost Gesellschaften (BDWO) an alle Mitglieder verein und -verbände einen Rundbrief veröffentlicht.

Zum Lesen des Briefes klicken Sie auf diesen LInk

 

Der Rundbrief hat folgenden einleitenden Wortlaut :  

„Dem Frieden verpflichtet – Krieg ist keine Lösung!“ lautet der Titel der Erklärung des BDWO vom 1. März 2022 zu dem schrecklichen und beschämenden Angriff Russlands auf die Ukraine.
In dieser betonen wir, dass „die Anwendung militärischer Gewalt durch nichts gerechtfertigt werden kann“. Entschieden wenden wir uns in der Erklärung „gegen alle Versuche, Zwietracht und Hass zwischen den Menschen der Ukraine, Belarus und Russlands, sowie der anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion zu säen“. Weiter heißt es. „Unsere Verbandsarbeit ist dem Frieden und der Völkerverständigung verpflichtet. Gerade jetzt geht es um Begegnungen, um den gleichberechtigten und fortwährenden Dialog, sowie das Akzeptieren anderer Sichtweisen.
Daher sind Städtepartnerschaften, zivilgesellschaftliche Initiativen, Kultur-, Jugend-, Bildungs- und Sozialprojekte sowie medizinisch-humanitäre Hilfen zu bewahren und auszubauen. Es sind diese Brücken, die alle Seiten zur Aufrechterhaltung des Friedens und der Völkerfreundschaft verpflichten.“

Und in diesem Sinne haben wir in der vergangenen Woche einen Brief an Bundespräsident Frank- Walter Steinmeier gesandt, in dem wir ihn gebeten haben die aufkommende „Russophobie", die sich gegen Partner und Personen mit russischem/russischsprachigem Hintergrund richtet, „diese traurige Entwicklung trotz oder gerade wegen des Krieges in der Ukraine auch weiterhin im Blick zu behalten und klare Bekenntnisse gegenüber zu unseren hier lebenden Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit ,russischem' Background abzugeben. Ein ,SO NICHT' ist mit Fortdauer des Krieges in der Ukraine sicher unverändert erforderlich."  Weiteren ähnliche Schreiben haben wir auch Bundeskanzler Olaf Scholz  und an Außenministerin Annalena Baerbock haben wir mit Blick auf die weitere zivilgesellschaftliche Arbeit formuliert: „Die Durchführung von Projekten im schulischen, kulturellen, medizinischen und wissenschaftlichen Bereich sind oftmals nur möglich, wenn die entsprechende und angesprochene lokale und regionale Ebene mit einbezogen wird. Wenn dies nicht berücksichtigt wird, werden weite Teile der heutigen noch funktionierenden zivilgesellschaftlichen Arbeit ohne Not sinnlos zerstört werden. Wir gehen davon aus, dass dies nicht in Ihrem Sinne ist. Von daher bitten wir Sie um eine klare Stellungnahme, auch gegenüber Ihren Beamtinnen und Beamten, die hier Entscheidungen zu treffen haben. Ganz konkret geht es dabei natürlich auch um die Zukunft von ÖPR-Projekten in der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland und Belarus." 
Aktuell sind viele unserer Mitgliedsvereine, aber auch Mitglieder unseres Vorstands, stark in die Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine oder auch in Hilfe für in Russland verfolgte Kriegsgegner involviert. Mehrere Vereine müssen sich damit auseinandersetzen, dass die Städtepartnerschaften mit russischen aber auch belarussischen Städten in Frage gestellt werden, wenn sie nicht schon auf Eis gelegt worden sind oder werden sollen.
Damit bräche aber eine weitere wichtige zivilgesellschaftliche Seite des Dialogs und der „Volksdiplomatie" weg. Das kann aber weder kurz- noch langfristig im deutschen Interesse sein und hilft auch der Ukraine nicht. Besonders erschreckend, dass auch die englische Stadt Coventry ihre seit 1944 bestehende Städtepartnerschaft mit Wolgograd am 22. März 2022 ausgesetzt hat. Die Partnerschaft zwischen Coventry und Stalingrad war eigentlich der Ausgangspunkt der Städtepartnerschaftsbewegung.
Wir haben in diesem Rundbrief Erklärungen, Meldungen, Briefe, Verlautbarungen etc. unserer Mitgliedsvereine wie auch von Partnern zusammengestellt.

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