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Künstler des DNT Weimar - НЕТ ВОЙНЫ - PEACE NOW!

Ruf aus Weimar!

 

DNT Weimar_Ukraine

© Andreas Nickel/Deutsches Nationaltheater Weimar/dpa

Wenn die Waffen sprechen, schweigen die Musen nicht!  

Wer mit sich selber in Frieden lebt,
kommt nicht in Versuchung,
anderen den Krieg zu erklären.
Ernst Ferstl
Kunst und Kultur basieren auf den Idealen von Freiheit, deshalb fand
am 6. März 2022 eine bemerkenswerte Veranstaltung im DNT Weimar statt, unter dem Motto: Diplomatie! JETZT! Frieden!Unter der Überschrift „Diplomatie! Jetzt! Frieden"
Umrahmt von künstlerischen Beiträgen aus den Ensembles bot die Veranstaltung Raum, sich über die aktuelle Situation in der Ukraine auszutauschen.
Gast beim Publikumsgespräch: Volker Hinck von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
Moderation: Generalintendant Hasko Weber
Am künstlerischen Programm wirkten mit: Opernsänger Alik Abdukayumov, Schauspieler Max Landgrebe, William Shaw (Klavier)
Damen und Herren des Opernchores am DNT Weimar und die Mitglieder der Staatskapelle Weimar Gernot Süßmuth (Violine), Neasa Ni Bhriain (Viola), Alexandre Castro-Balbi (Violoncello), Michael Kogan (Kontrabass), Kirill Mikhailov (Flöte), Jan Doormann (Klarinette), David Mathe (Fagott) und Anne Grethen (Horn)
Vielfalt und Frieden, beide leben vom Austausch und der internationalen Verknüpfung. Der russische Überfall der Ukraine ist ein aggressiver Akt und kann nur diplomatisch gelöst werden, denn Russland besitzt Atomwaffen.
Deshalb bleiben nur Sanktionen, aber diese sind ein zweischneidiges Schwert und treffen auch die sanktionierenden Länder selbst. Seit 2014 gehen der EU vier Milliarden Dollar pro Monat durch die Sanktionen gegen Russland verloren, Deutschland verliert pro Monat 667 Millionen US-Dollar (Studie von 2019).
Zur Zeit entwickelt sich bei uns eine gefährliche Russophobie, mit einer ablehnenden Haltung gegenüber Russen und der russischen Kultur.
Wir geben zu bedenken, dass die Sanktionen die Menschen beider Länder hart treffen werden.
Hass bringt uns nicht weiter, wir brauchen den weiteren Kontakt und das Wachsen der Friedensbewegung, was besonders von der russischen Zivilgesellschaft viel Mut bedeutet.
Wie können wir helfen? Gibt es einen Masterplan von der Politik für die Flüchtlinge aus der Ukraine, wie erfolgt die Integration? Fragen über Fragen, es gibt keine fertigen Antworten und deshalb sind weitere Veranstaltungen dieser Art notwendig.
Herzlichen Dank an die Kulturschaffenden des DNT,
an den Generalintendant Hasko Weber und
Volker Hinck von der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen.
Heidrun & Stanislav Sedlacik 
Hinzuzufügen ist jedoch auch die Tatsache, dass sich die Kräfte mehren, die an das zerstörerische Ende der gegenwärtigen Situation denken und den gefährlichen Waffengang durchschauen. Er muss beendet werden,  bevor es zu spät für die Welt ist. Die Ursachen, die zu diesem fatalen Überfall geführt haben sind allseits bekannt. Jetzt werden nur die Wirkungen bekämpft. Cui bono?

Hет войны - Peace now! so müsste es jetzt tönen.

Es gab Dutzende Kriege der letzten Jahre, in so genannten Krisengebieten, zu denen das jetzt so laute politische Personal geschwiegen hat wie ein Grab. Tausende Menschenrechtsverletzungen, bei denen desinteressiert aus dem Fenster geschaut wurde und Abertausende von Täuschungen, all das zählt plötzlich nicht mehr, wenn dazu aufgerufen wird, sich zu erheben über den ach so bösen russischen Bären im Osten?  

Wenn die Waffen sprechen, schweigen die Musen nicht. 

KÜNSTLER GEGEN DEN KRIEG!


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