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Eilmeldung: Das erste Opfer der Krieges ist die Wahrheit

Heute am 24. Februar 2022 hat die russische Armee angefangen, den Donbass vom Terror des ukrainischen Beschusses zu befreien. Wenn geschossen wird, ist die Wahrheit schwer zu finden.

Quelle: Thomas Röper  24. Februar 2022 11:11 Uhr

 

Ich habe heute – wie man der Uhrzeit der letzten von mir veröffentlichten Artikel sehen kann – bis in die Morgenstunden gearbeitet. Als ich nun aufgewacht bin, ist Krieg. Wobei: Krieg war schon seit dem 6. April 2014, als Kiew seine sogenannte Anti-Terroroperation gegen den Donbass begonnen hat. Jetzt ist der Krieg „nur“ in eine neue, die letzte, Phase getreten.
Die Meldungen, die im Westen verbreitet werden, dürften allen bekannt sein. Ein erster Überblick über die Meldungen zeigt mir, dass die Berichterstattung wie üblich einseitig ist. Man kann über die Ereignisse unterschiedlicher Meinung sein, aber man sollte die Argumentation der anderen Seite zumindest mitteilen, und dann erklären, warum deren Argumente falsch sind. Leider passiert das nicht.
Der russische Präsident hat in seiner Rede an die Nation vor einigen Tagen eine deutliche Warnung an Kiew ausgesprochen, die Feindseligkeiten sofort einzustellen, ansonsten trage Kiew die Verantwortung für die weiteren Ereignisse. Anscheinend hat man in Kiew gedacht, Putin würde bluffen. Kiew hat den Beschuss des Donbass in den letzten Tagen massiv verstärkt, es hat Opfer unter der Zivilbevölkerung gegeben, und an mindestens einer Stelle der Front, in Nikolaevka, eine Offensive gestartet.
Nachdem die inzwischen von Russland anerkannten Donbass-Republiken Russland um Hilfe gebeten haben, hat die russische Armee nun eingegriffen. Es steht zu erwarten – oder zu befürchten, je nachdem, wen man fragt -, dass die russische Armee nun die ukrainische Armee ausschalten und auch jede Möglichkeit auf Jahre zunichte machen wird, dass die Ukraine in die NATO eintreten kann.
Es ist zu erwarten, dass sich das Szenario des Kaukasuskrieges von 2008 wiederholt, als Russland Teile Georgiens für fünf Tage besetzt hat, um die georgische Armee zu entwaffnen. Ich erinnere daran, dass – egal, was die westlichen Medien erzählen – der Untersuchungsbericht der EU 2009 zu dem Schluss gekommen ist, dass Georgien damals der Aggressor war, der einen völkerrechtswidrigen Angriff durchgeführt hat. Russland, so der Bericht, hat sich völkerrechtskonform verhalten.
Erste Meldungen zeigen übrigens, dass die ukrainische Armee an vielen Stellen nicht kämpft, bei der Krim und an anderen Stellen hat die ukrainische Armee die russische Armee einfach passieren lassen. Bei der ukrainischen Stadt Mariupol hingegen leisten die Nazi-Brigaden des Asov-Regiments heftig Widerstand.
Ich werde im Laufe des Tages natürlich noch mehr zu dem Thema schreiben, aber es ist klar: Eine wirkliche Analyse von Kriegsereignisse kann es immer erst mit ein wenig zeitlichem Abstand geben. Die können Sie also von mir heute nicht erwarten.
Ich werde aber das berichten, was im Westen nicht berichtet wird, und aus erster Hand berichten, was in Russland berichtet wird und was die offiziellen russischen Vertreter erklären. Meine Aufgabe habe ich immer darin gesehen, auf Deutsch über die Dinge zu berichten, die in Deutschland verschwiegen werden. Das ist gerade heute wichtiger denn je.
Danach, wenn Sie die Argumente beider Seiten kennen, können Sie selbst entscheiden, wie Sie zu all dem stehen.

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